Vielleicht hat Ihre Großmutter es Ihnen immer wieder gesagt: Natron ist für alles gut! Und wenn Oma recht hätte? Haushalt, Küche, Badezimmer … Dieses weiße Pulver hat mehr als einen Trick auf Lager und könnte auch in Ihrer Pflege gegen diese lästige Cellulite seinen Platz finden. Was ist Natron, wofür wird es im Beauty-Bereich verwendet, wie lässt es sich als Maske, Peeling oder im Bad einsetzen und welche weiteren Möglichkeiten gibt es bei Dellen? Hier erfahren Sie mehr über diese vielseitige Zutat.
Was ist Natron?
Zunächst einmal dürfen Sie sich diese Frage völlig zu Recht stellen: Was genau ist Natron eigentlich? Ziehen Sie Ihren weißen Chemiekittel an, wir erklären Ihnen alles. Natron, Natriumhydrogencarbonat oder saures Natriumcarbonat bezeichnen ein und dieselbe Sache: eine weiße, kristalline und pulverförmige ionische Verbindung. Es handelt sich um ein saures Salz, das bei Kontakt mit anderen chemischen Produkten als milde Base reagiert.
Es gibt drei Arten von Natron: technisches (für Wasch- und Reinigungsmittel), Lebensmittelqualität (das „Baking Soda“, das Brot- oder Kuchenteig aufgehen lässt!) und pharmazeutisches. Die Bezeichnung ist identisch, doch die Feinheit des Produkts unterscheidet sich. Natron in medizinischer Qualität ist feiner und reiner, doch die Lebensmittelqualität kann für sämtliche Anwendungen verwendet werden – erkennbar am FCC-Code.
Welche Vorteile hat Natron?
Oma hat recht: Natron ist ein Pulver für viele Anwendungen, das sich sowohl im Haushalt als auch im Badezimmer verwenden lässt. Desinfizierend, geruchsneutralisierend, reinigend, säubernd, entkalkend … Es hilft dabei, das Zuhause im Handumdrehen zu reinigen und zu pflegen. Es hat außerdem weitere Verwendungsmöglichkeiten:
- im Kochwasser bestimmter Lebensmittel wie Kohl oder Hülsenfrüchte – ein traditioneller Gebrauch (siehe auch unsere Tipps zur Verdauung).
- Bei gesundheitlichen Beschwerden wie Übelkeit, Sodbrennen, Aphten oder Pilzinfektionen sollten Sie Ihren Apotheker oder Ihre Ärztin beziehungsweise Ihren Arzt um Rat fragen: Natron ersetzt keine Behandlung.
Im Beauty-Bereich kann Natron Ihnen dienen, um:
- Ein Shampoo herzustellen: Streuen Sie Natron auf die zuvor angefeuchtete Kopfhaut. Massieren Sie es sanft ein und spülen Sie anschließend mit klarem oder leicht mit Essig versetztem Wasser aus. Sauberer Kopf und herrlich glänzendes Haar!
- Ein Deodorant herzustellen: Wenn Ihr Deo leer ist, Sie aber Natron zu Hause haben, ist Rettung in Sicht! Tupfen Sie das Pulver auf leicht angefeuchtete Achseln und lassen Sie es trocknen.
- Ihr Gesicht zu peelen: Natron kann gelegentlich als sanftes Gesichtspeeling verwendet werden, sofern Ihre Haut nicht empfindlich ist.
Und wenn Sie Natron bereits in Ihr Badezimmer eingeladen haben, zeigt sich noch eine weitere Facette: Es kann auch in Ihrer Pflege gegen Cellulite seinen Platz finden.
Drei Rezepte mit Natron für die Pflege zu Hause
Natron ist eine häufig verwendete Zutat für selbstgemachte Pflege. Da es sich um ein sanftes Peeling handelt, hilft es dabei, abgestorbene Hautzellen zu entfernen und die Haut weicher erscheinen zu lassen.
1- Körpermaske mit Honig

Diese Körpermaske peelt die Haut sanft und hinterlässt sie weich und geschmeidig. Dafür brauchen Sie:
- 1 TL Manuka-Honig
- 2 TL Natron
- Etwas Wasser
Geben Sie den Manuka-Honig in ein Gefäß und fügen Sie das Natron hinzu. Vermischen Sie alles zu einer glatten Paste, die Sie mit etwas Wasser verdünnen. Tragen Sie die Maske anschließend auf die gewünschte Stelle auf. Sie können den Bereich auch 2 bis 3 Minuten lang mit kleinen kreisenden Bewegungen massieren. Natron ist ein sanftes Peeling und befreit die Haut von abgestorbenen Zellen. Der Honig wiederum sorgt für ein angenehmes Hautgefühl. So kann sich Ihre Haut weich und glatt anfühlen.
2- Peeling mit Kaffeesatz

Diesen peelenden Umschlag auf Natronbasis können Sie an den Stellen mit Dellen einmassieren. Dafür müssen Sie in einer Schüssel Folgendes mischen:
- 4 TL Kaffeesatz
- 3 TL grüne Tonerde
- 2 TL Natron
- Etwas Wasser
Die Mischung sollte schön homogen sein. Tragen Sie sie auf Oberschenkel, Bauch oder Hüften auf und massieren Sie den Bereich kräftig. Anschließend mit klarem Wasser abspülen. Wiederholen Sie diese belebenden Massagen regelmäßig vor dem Duschen und lassen Sie mehr Zeit zwischen den Anwendungen, wenn Ihre Haut empfindlich ist. Kaffeesatz mit Koffein, grüne Tonerde und Natron ergänzen sich in diesem Peeling.
Wenn Sie keine Lust haben, das Peeling selbst herzustellen, können Sie direkt unser Cellulite-Peeling verwenden.
Das Peeling für glatte Haut und ein verfeinertes Hautbild*
*Anwendungstest mit 21 Probandinnen über 4 Wochen, Einschätzung der Teilnehmerinnen.
- Oliven- & Aprikosenkerne: Diese natürlichen Peelingkörnchen tragen abgestorbene Hautschüppchen ganz sanft ab
- Koffein & Monoi-Duft – und schon duftet Ihre Dusche nach Urlaub
- Unter der Dusche, zwei- bis dreimal pro Woche, Oberschenkel, Po und Bauch damit einmassieren
3- Entspannungsbad mit Salzen

Hier ist ein Rezept für ein wohltuendes Bad, das Ihnen nicht nur hilft, sich zu entspannen, sondern auch Ihre Haut pflegt. Achten Sie jedoch darauf, kein zu heißes Bad einzulassen, denn Hitze bekommt den Beinen nicht immer gut. Für Ihr Bad benötigen Sie:
- Grobes Meersalz
- Epsom-Salz
- Natron
- 10–20 Tropfen ätherisches Öl aus Grapefruit oder Zitrone
Mischen Sie die verschiedenen salzhaltigen Produkte und das ätherische Öl, denn Letzteres löst sich nicht direkt im Wasser und benötigt einen Träger. Salz und Natron eignen sich dafür sehr gut. Sobald die Salze gut durchzogen sind, geben Sie sie ins Badewasser und entspannen Sie 20 Minuten in diesem duftenden Bad! Gönnen Sie sich dieses kleine Vergnügen einmal pro Woche: eine wohltuende Auszeit für Körper und Geist.
Welche weiteren Gewohnheiten empfehlen sich bei Cellulite?
Natürlich gibt es noch weitere Möglichkeiten, die Haut an den Stellen mit Dellen zu pflegen.
1- Kosmetikpflege und Massagen
Ergänzend zu Ihrer selbstgemachten Pflege mit Natron können Sie sich selbstverständlich auch für eine passende Kosmetikroutine entscheiden. Unser Pack Anti-Cellulite Express besteht aus zwei Kosmetikprodukten und zwei Accessoires:
- Das Cellulite-Peeling, reich an Koffein, wird zwei- bis dreimal pro Woche unter der Dusche angewendet. Es peelt die Haut sanft und sorgt für ein glatteres und weicheres Hautgefühl.
- Das Stimulierende Massageöl mit seinen Fruchtwirkstoffen ist eine ideale Massagebasis. Es enthält natürliche Extrakte aus Limette, Grapefruit und Kiwi.
- Die Schröpfglocke und der Orangenhaut-Masseur begleiten Ihre Massagen.
Unsere Anti-Cellulite-Routine kombiniert kosmetische Pflege und Massagen: Die Schröpfglocke ahmt die Palper-Rouler-Massage nach, während der Masseur für eine sanfte Massage verwendet wird. Sie lässt Cellulite nicht verschwinden, kann aber einfach in Ihre selbstgemachte Pflege integriert werden.
Zusätzlich zu Ihren kleinen selbstgemachten Pflegen mit Natron können Sie also auch eine Cellublue-Routine in Ihre Pflege integrieren.
2- Der Lebensstil
Der Lebensstil hat natürlich Einfluss auf die Hautqualität und die Silhouette. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung können sich positiv auf das Erscheinungsbild der Haut auswirken.
Auf dem Teller setzt man daher am besten auf eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und meidet gesättigte Fette, Zucker, raffinierte und industrielle Produkte sowie zu viel Salz. Auf dem Speiseplan sollten daher Obst und Gemüse, Vollkornprodukte mit niedrigem glykämischen Index, mageres Eiweiß und hochwertige Lebensmittel stehen. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist entscheidend: Limonaden werden also verabschiedet – zugunsten von Wasser, Kräutertees, selbstgemachten Säften und Brühen.
Setzen Sie auf regelmäßige Bewegung: Ein täglicher Spaziergang ist sehr empfehlenswert. Darüber hinaus werden häufig bestimmte Sportarten empfohlen: Ausdauersportarten wie Laufen auf weichem Untergrund, Schwimmen und Radfahren, außerdem Cardio und intensives Stretching wie Pilates, Yoga oder Aquagym. Bei wässriger Cellulite können sanfte Sportarten eine gute Wahl sein. Wenn Sie unter schweren Beinen leiden, fragen Sie vor Sportarten wie Tennis, Leichtathletik oder Boxen Ihren Arzt um Rat.
Schließlich gilt für den allgemeinen Lebensstil: Exzesse jeder Art möglichst vermeiden – Alkohol, Zigaretten, lange Sonnenexposition, zu wenig Schlaf, jede Menge Stress inklusive. All das kann die Qualität Ihrer Haut beeinträchtigen.
3- Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel gehören ebenfalls zu den angebotenen Produkten. Sie ersetzen jedoch weder eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung noch einen gesunden Lebensstil. Falls Sie solche Produkte einnehmen, sollten Sie sie mit größter Sorgfalt auswählen. Die Zusammensetzung jedes Nahrungsergänzungsmittels sollte genau geprüft werden, denn am Ende nehmen Sie es ein! Vermeiden Sie Produkte mit zu vielen Zusatzstoffen und chemischen Verbindungen und bevorzugen Sie stattdessen natürliche Inhaltsstoffe pflanzlichen Ursprungs. Die Darreichungsform (Tabletten, Kapseln, Trinklösung) spielt nur eine geringe Rolle und hängt eher von Ihren persönlichen Vorlieben ab.
Anti-Cellulite-Nahrungsergänzungsmittel bestehen im Allgemeinen aus pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Koffein aus Guarana, Capsaicin aus Chili oder Bromelain aus Ananas sowie aus Pflanzen wie Efeu, Rosskastanie, Kleinem Habichtskraut oder Orthosiphon. Das ist auch bei unserer Kur gegen Cellulite der Fall, die aus Kapseln und einem zweiten Nahrungsergänzungsmittel besteht. Wenn Sie besser verstehen möchten, wie der Körper Fette speichert und nutzt, lesen Sie auch unseren Artikel über die Lipolyse.
- Unsere Cellulite-Kapseln, mit veganer Rezeptur aus Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs kombinieren Extrakte aus Guarana und Ascophyllum mit Kirschstielen und rotem Weinlaub.
Das kleine Extra von innen, als Ergänzung zur Massage
- Anwendung
- Tipp
- Unser Nahrungsergänzungsmittel ist eine in Wasser zu verdünnende Trinklösung mit natürlichen Extrakten aus grünem Tee und Papaya. Wie jedes Nahrungsergänzungsmittel ersetzt es keine ausgewogene Ernährung. Was hinter den Versprechen zur Körperreinigung steckt, lesen Sie in unserem ausführlichen Beitrag.






