Anscheinend ist Intervallfasten wirklich im Trend. Alle sprechen darüber und viele scheinen es auszuprobieren! Aber worum geht es dabei eigentlich? Man hört viel darüber, aber was weiß man wirklich? Und vor allem: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Intervallfasten und Cellulite? Eine kleine Untersuchung zu diesem „neuen“ Essrhythmus: seine verschiedenen Formen, was man darüber sagt und wo seine Grenzen liegen, was man über seinen Zusammenhang mit Cellulite weiß (oder eben nicht) und welche guten Gewohnheiten sich im Alltag lohnen.
Was ist Intervallfasten?
Intervallfasten ist eher ein Essrhythmus als eine Diät. Es besteht darin, Fastenphasen abzuwechseln, in denen man nur kalorienfreie Getränke zu sich nimmt (Tee ohne Zucker oder Milch, Wasser, Kräutertee ohne Zucker), und normale Essensphasen.
Die Dauer der Fastenphase ist variabel. Es gibt daher verschiedene Arten des Intervallfastens:
- Vollständiges Fasten (oder Fasten an alternierenden Tagen), das darin besteht, ein bis zwei Fastentage (mit Flüssigkeitszufuhr, aber ohne Kalorien) und ein bis zwei Tage normaler Ernährung abzuwechseln.
- Fasten mit intermittierender Energieeinschränkung, das darin besteht, einen Tag mit stark reduzierter Kalorienzufuhr (höchstens 600 kcal) und einen Tag normaler Ernährung abzuwechseln. Eine Variante dieser Fastenart ist die 5:2-Diät, die zwei Tage mit Kalorieneinschränkung pro Woche und normale Ernährung an den restlichen fünf Tagen vorsieht.
- Fasten mit eingeschränktem Essfenster, das eine normale Ernährung jeden Tag erlaubt, aber nur während eines eingeschränkten Zeitfensters. Die bekannteste Form ist das 16:8-Fasten, das 16 Stunden Fasten und ein Essfenster von 8 Stunden vorsieht. Es gibt aber viele Varianten, von denen die extremste OMAD (für „One Meal A Day“) ist, was einem 23:1-Fasten entspricht, also 23 Stunden Fasten und 1 Stunde zum Essen.
Welche Vorteile hat Intervallfasten?

Es gibt heute noch viele Debatten über das Intervallfasten. Tatsächlich werden zu diesem Thema seit 1943 viele Studien durchgeführt. Es ist also kein neues Phänomen! Schon seit jeher fasten Menschen, oft aus spirituellen Gründen, um ihre Sünden zu sühnen. Heute sind die Beweggründe andere, und man praktiziert es eher im Rahmen einer bewussten Lebensweise:
- Alltagsgewohnheiten überdenken
- Verschiedene Mahlzeitenrhythmen im Alltag ausprobieren
- Eine Pause im gewohnten Essrhythmus einlegen
- Alltagsgewohnheiten verändern
Man kann sich also zu Recht die Frage stellen: Gibt es wirkliche Vorteile beim Intervallfasten? Aus neueren Studien geht hervor, dass:
- Fasten an alternierenden Tagen im Hinblick auf seine Auswirkungen auf das Gewicht untersucht wurde(1)
- dieselbe Fastenart sowohl bei übergewichtigen Personen als auch bei Personen mit Normalgewicht beobachtet wurde(2)
- Fasten an alternierenden Tagen im Hinblick auf Muskelmasse und Fettmasse über einen längeren Zeitraum und im Vergleich zu restriktiven Diäten untersucht wurde(3)
- Intervallfasten auch im Zusammenhang mit bestimmten Markern wie Cholesterin, Triglyceriden, Insulinempfindlichkeit und Blutdruck untersucht wurde(4)
Andererseits scheint es, dass:
- Fasten an alternierenden Tagen und Fasten mit eingeschränktem Essfenster in Studien miteinander verglichen wurden
- Intervallfasten im Allgemeinen das Hungergefühl verstärken könnte, was die Umsetzung erschweren kann
- es die Schlafzyklen stören könnte
- es für Kinder, untergewichtige Personen, schwangere Frauen und ältere Menschen gefährlich sein könnte
Auch könnte man sich angesichts dieser Erkenntnisse fragen, ob es einen Zusammenhang zwischen Intervallfasten (besonders dem an alternierenden Tagen) und Cellulite gibt.
Fasten, um Cellulite zu bekämpfen – eine gute Idee?

Bisher wurde keine fundierte Studie über die Auswirkungen des Intervallfastens auf Cellulite durchgeführt. Man findet höchstens Erfahrungsberichte einzelner Personen, die sich zudem widersprechen… Einige Ansätze sind dennoch erwähnenswert, auch wenn keiner davon belegt ist:
- Einige Studien befassen sich mit Intervallfasten und Fettmasse. Cellulite ist teilweise auf eine Überladung der Fettzellen (subkutane Fettzellen) mit Fett zurückzuführen. Bei diesem Mechanismus spielen die Einlagerung und die Lipolyse (der Abbau) von Fett eine Rolle. Aus diesen Arbeiten lässt sich jedoch kein Zusammenhang mit Cellulite ableiten, auch nicht beim Fett-Typ: Keine spezifische Studie hat sich bislang mit dieser Frage befasst.
- Darüber hinaus sind während der Fastenphasen kalorienfreie Getränke erlaubt, was dazu ermutigt, regelmäßig zu trinken. Manchmal wird deshalb ein Zusammenhang mit wässriger Cellulite hergestellt, die mit dem Phänomen der Wassereinlagerung in Verbindung gebracht wird. Ein Zusammenhang zwischen Intervallfasten und wässriger Cellulite ist jedoch nicht belegt.
- Schließlich ist Intervallfasten oft Teil eines allgemeinen Bewusstseins für den eigenen Lebensstil. Wer fastet, greift selten zu Junkfood, da das Interesse meist der Ernährung, dem gesunden Essen und einem guten Leben gilt. Ein ausgewogener Lebensstil (abwechslungsreiche Ernährung, körperliche Aktivität) ist grundsätzlich empfehlenswert, ohne dass man dem Intervallfasten dabei eine spezifische Wirkung zuschreiben kann.
Dennoch hat das Auftreten von Cellulite andere Ursachen, wie Hormonschwankungen. Es fehlen jedoch bislang Daten zum Zusammenhang zwischen Intervallfasten und der hormonellen „Stabilität“ sowie zu einem möglichen Einfluss auf die natürliche Fettspeicherung durch Sexualhormone (Östrogen und Progesteron). Die wenigen zu diesem Thema durchgeführten Studien sind widersprüchlich oder noch im experimentellen Stadium an Ratten (und wir sind keine Mäuse!). Es ist also schwierig, sich zum Zusammenhang zwischen Intervallfasten und Cellulite zu äußern. Wenn Sie es ausprobieren möchten, holen Sie vorher den Rat einer Ärztin, eines Arztes oder einer anderen medizinischen Fachkraft ein.
Was tun gegen Cellulite?
Unser Tipp: Setzen Sie auf einen ausgewogenen Lebensstil.
- Eine abwechslungsreiche, bunte und ausgewogene Ernährung mit wenig Salz, Zucker und gesättigten Fetten. Und wenn Ihnen die Ideen ausgehen: Es gibt tolle Ratgeber, zum Beispiel unseren Guide 50 Schlank-Rezepte in weniger als 20 Minuten.
- Tägliche körperliche Aktivität, zum Beispiel Spazierengehen, Dehnübungen oder auch Gymnastikübungen.
- Ein regelmäßig ausgeübter Sport, 2 bis 3 Mal pro Woche: Fitness zu Hause, Joggen im Wald, Bahnen im Schwimmbad oder Fitnessstudio…
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr, etwa 1,5 bis 2 Liter täglich.
- Tägliche Massagen, um die Haut zu pflegen und die Zonen mit Dellen gezielt zu bearbeiten. Unser Anti-Cellulite-Paket 21 Tage ist perfekt für Anfängerinnen! Coachings, die Ihnen alles erklären, Massagegeräte (Schröpfglocke, Orangenhaut-Massagegerät), ein Öl und ein Peeling zur Vorbereitung der Haut. Was will man mehr?
Referenzen
(1) 2015, Davis, Clarke, Coulter, Rounsefell, Walker, Rauch, Huggins, Ryan, Intermittent energy restriction and weight loss: a systematic review
(2) 2015, Tinsley & La Bounty, Effects of intermittent fasting on body composition and clinical health markers in humans
(3) 2017, Anton, Moehl, Donahoo, Marosi, Lee, Mainous III, Leeuwenburgh, Mattson, Flipping the Metabolic Switch: Understanding and Applying the Health Benefits of Fasting
(4) 2017, Mattson, Longo, Harvie, Impact of intermittent fasting on health and disease processes
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