Sind Steine wirksam gegen Cellulite?

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Unter den neuesten esoterischen Trends gibt es einen, der besonders beliebt ist: die Lithotherapie. Tatsächlich umgeben sich immer mehr Menschen mit Steinen und Kristallen, die ihnen Wohlbefinden, Schutz und Gesundheit bringen sollen. Aber was ist von der Lithotherapie zu halten? Und vor allem: Können Steine uns helfen, einige unserer alltäglichen Beschwerden wie Cellulite zu lindern? Fakt oder Mythos – wir haben für Sie nachgeforscht!

Was ist Lithotherapie?

1- Definition

Die Lithotherapie, vom Griechischen lithos (Stein) und therapeia (Heilbehandlung), ist eine Pseudowissenschaft, die behauptet, dass Steine und Kristalle aufgrund ihrer eigenen Eigenschaften heilen, beruhigen und/oder schützen könnten. Das Prinzip ist einfach: Jedem Stein werden ein oder mehrere Aspekte der körperlichen und/oder mentalen Gesundheit zugeordnet. Indem man sich also mit dem Kristall „auflädt“, könnte man zu besserer Gesundheit und mehr Wohlbefinden gelangen.

Die Eigenschaften jedes Steins hängen ab von:

  • Ihrem Magnetismus
  • Ihrer Schwingungsfrequenz
  • Ihrer Zusammensetzung – da Steine aus Mineralverbindungen bestehen
  • Ihrer Farbe – da die Lithotherapie eng mit der Chromotherapie verbunden ist

2- Vorbereitung

Nach den Grundsätzen der Lithotherapie sollten Steine nicht einfach so verwendet werden. Zu Beginn müssen sie sorgfältig ausgewählt werden : Herkunft, Reinheit, Form, Größe. Anschließend müssen die Kristalle gereinigt werden bevor sie verwendet werden. Dazu legt man sie in ein Glas mit Salz- oder destilliertem Wasser, in Erde oder räuchert sie mit Weihrauch, reinigenden Pflanzen wie Thymian oder Salbei oder bestimmten Gewürzen (Zimt, Nelke). Danach müssen die Steine „wieder aufgeladen“ werden. Dafür gibt es mehrere Methoden: die Steine dem Sonnen- oder Mondlicht aussetzen oder sie zusammen mit Karneol oder Quarz in Stoff einwickeln, denen nachgesagt wird, andere Kristalle „wieder aufzuladen“.

3- Anwendung

Sobald die Steine gereinigt und aufgeladen sind, können sie auf verschiedene Weise verwendet werden:

  • Einfach in der Nähe platziert, je nach gewünschtem Ziel – unter dem Kopfkissen, auf dem Nachttisch, auf dem Schreibtisch …
  • Am Körper getragen – als Schmuckstück, in der Tasche …
  • Auf strategische Punkte des Körpers gelegt, die oft den Chakren der indischen Tradition oder den Meridianen der Akupunktur entsprechen.
  • Als Elixier – indem man die Steine in Trinkwasser oder Massageöl legt.

Wie wirksam ist Lithotherapie bei der Reduzierung von Cellulite?

1- Was sagt die Wissenschaft dazu …

Laut Anhängern der Lithotherapie sollen Kristalle körperliche und psychische Beschwerden lindern und außerdem Körper und Geist vor möglichen äußeren Einflüssen schützen können. Jeder Stein soll also besondere Eigenschaften besitzen. Dennoch muss man feststellen, dass es keine wissenschaftliche Studie gibt, die diese Theorie belegt. Aus diesem Grund wird Lithotherapie als Pseudowissenschaft eingestuft: eine Disziplin, die unter wissenschaftlichem Anschein präsentiert wird, aber weder wissenschaftlich vorgeht (wissenschaftliche Methode) noch wissenschaftlich anerkannt ist (von einer wissenschaftlichen Gemeinschaft).

Daher fordern wissenschaftliche Instanzen dazu auf, die Grundsätze der Lithotherapie zurückzuweisen. So erklärt zum Beispiel Christian Chopin, Forschungsdirektor am CNRS, sehr deutlich, dass die mineralische Welt durch ihre Trägheit gekennzeichnet ist. Im Gegensatz zur belebten Welt erzeugt sie keine Energie – mit Ausnahme radioaktiver Mineralien, die jedoch sehr gesundheitsschädlich sind. Seiner Ansicht nach „gibt es keinerlei mögliche Wechselwirkung zwischen Kristallen und dem menschlichen Körper“. Fazit: Nach Ansicht der wissenschaftlichen Gemeinschaft heilt Lithotherapie nicht. Infolgedessen kann die Verwendung von Steinen keinesfalls eine Lösung gegen Cellulite sein. Der einzige zu erwartende Effekt ist ein Placeboeffekt, also die Autosuggestion einer Wirksamkeit der Steine.

2- Was Lithotherapeuten dazu sagen

Anhänger der Lithotherapie führen an, dass die Wirkung von Steinen seit Jahrtausenden bekannt sei : im Mittelalter, im alten Indien, in der Mongolei und in Tibet … Ihre Verwendung verbreitete sich im Westen anschließend in den 1970er-Jahren im New-Age-Umfeld und erreichte dann ein breiteres Publikum. Der eifrigste Verfechter der Lithotherapie ist Reynald Georges Boschiero, ein Hobby-Mineraloge. Er behauptet, dass die in Steinen enthaltenen Spurenelemente Biokatalysatoren seien, die auf unseren Körper einwirken können. Außerdem hätten Steine seiner Meinung nach eine psychologische Kraft, einen Placeboeffekt und eine magnetische Resonanz, die auf unsere Energie wirken könne.

Demnach könnten Steine:

  • Psychische Beschwerden lindern – Angst, Stress, mangelndes Selbstvertrauen …
  • Positive Emotionen fördern – Freude, Optimismus, Vitalität, Wohlbefinden …
  • Auf äußere Faktoren einwirken – flüssigere Kommunikation, Versöhnung, Harmonisierung von Meinungen …
  • Körperliche Beschwerden beruhigen – Schlaf, Verdauung, Mikrozirkulation …

Und was ist mit Cellulite? Ebenfalls laut Lithotherapeuten könnten Steine durch ihre direkte Wirkung auf die veno-lymphatische Funktion, Wassereinlagerungen, den Appetit und das Hormonsystem dabei helfen, Cellulite zu bekämpfen.

Welche Steine werden gegen Cellulite bevorzugt?

Jeder kann sich auf Basis seines eigenen Urteils eine Meinung über die angeblichen Vorzüge der Lithotherapie bilden. Wenn Sie sich für diese Disziplin interessieren, sollten Sie wissen, dass bestimmte Steine als besonders wirksam gegen Cellulite gelten. Hier nur einige davon:

1- Apatit

Ob blau, gelb oder grün – Apatit wird besonders Menschen empfohlen, die unter fettiger Cellulite oder fibröser Cellulite leiden. Warum? Weil diese beiden Arten von Cellulite besonders eng mit den Ernährungsgewohnheiten zusammenhängen. Apatit soll nämlich als „Appetitzügler“ wirken und helfen, die Nahrungsaufnahme besser zu kontrollieren. So würde er nicht nur eine Gewichtszunahme verhindern, sondern auch dabei helfen, weniger Lebensmittel zu konsumieren, die das Auftreten von Cellulite begünstigen. Um davon zu profitieren, sollte man ihn entweder als Schmuck tragen oder in Form eines Elixiers verwenden.

2- Howlith

Howlith, ein weißer Stein mit grauer Marmorierung, soll harntreibende Eigenschaften besitzen. Indem er das Wasserlassen fördert, könnte er das Phänomen der Wassereinlagerung begrenzen, das das Auftreten von wässriger Cellulite begünstigt. Außerdem soll es sich um einen reinigenden Stein handeln, der die veno-lymphatische Zirkulation anregen kann. Als Stein mit starker magnetischer Resonanz soll es genügen, ihn in die Nähe zu legen, um von seinen Effekten zu profitieren.

3- Mondstein

Ein Stein, der wegen seines schönen perlmuttartigen Aussehens häufig in der Schmuckherstellung verwendet wird. Dem Mondstein werden aber auch zahlreiche Vorzüge zugeschrieben, besonders für Frauen. Er soll ein hormoneller Regulator sein, der unangenehmen Auswirkungen des Menstruationszyklus entgegenwirken kann: schmerzhafte Regelblutungen, PMS, Hitzewallungen, Auftreten von Cellulite… Außerdem soll er alle Schmerzen im Unterbauch lindern (Blähungen, Verdauung, Menstruation) und gleichzeitig die Entgiftung des Körpers fördern. Man müsse ihn nur täglich tragen, um seine Wirkung zu spüren.

4- Magnesit

Magnesit wird in der Regel eingesetzt, um Magenbeschwerden und Kopfschmerzen zu lindern, soll aber auch gegen Cellulite helfen können. Der Grund: seine entgiftenden Eigenschaften. Er soll dabei helfen, Giftstoffe aus dem Körper sowie überschüssige Fette auszuleiten. Damit könnte er für alle Arten von Cellulite geeignet sein. Um davon zu profitieren, sollte man ihn auf Höhe des Wurzelchakras an der Basis der Wirbelsäule platzieren oder in Form eines Elixiers verwenden.

5- Rosenquarz

Ein weiterer Stein, der häufig in der Schmuckherstellung verwendet wird, da er oft mit Liebe assoziiert wird. Er soll eine positive Wirkung auf den Hormonhaushalt haben, indem er das endokrine System reguliert und die Ausleitung von Giftstoffen über die Ausscheidungsorgane erleichtert. Außerdem könnte er die Hautqualität verbessern und so das dellenartige Erscheinungsbild der Cellulite mindern. Um ihn zu verwenden, soll es genügen, ihn täglich in der Nähe zu platzieren. Er kann auch mit Bergkristall kombiniert werden, einem „verstärkenden“ Stein.

6- Seraphinit

Ein ausgleichender und anregender Stein für den Organismus, der auf die verschiedenen Faktoren von Cellulite wirken könnte: Fettabbau und Aktivierung der Ausscheidung. Indem er den gesamten Körper entgiftet (Organe, Zellen, Blut), würde er zu mehr Ausgeglichenheit und größerer Vitalität beitragen. Um davon zu profitieren, soll es genügen, ihn in der Nähe des Herzchakras zu tragen, zum Beispiel als Medaillon.

Was kann man sonst noch gegen Cellulite tun?

Ob Sie Steine verwenden oder nicht – eines ist sicher: Cellulite, ein natürliches Phänomen, das die große Mehrheit der Frauen betrifft, verschwindet nicht ohne einen passenden Lebensstil. Um Orangenhaut wirksam entgegenzuwirken, sind mehrere Maßnahmen wichtig:

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