Efeu ist eine in unseren Breiten weit verbreitete Pflanze. Er rankt sich an Baumstämmen und Hauswänden empor und gilt mal als dekorativ, mal als lästig. Weit weniger bekannt ist, wofür er verwendet wird. Ein genauerer Blick auf diese Kletterpflanze: ihre traditionelle Verwendung, die nötigen Vorsichtsmaßnahmen und ihren Platz in der Anti-Cellulite-Pflege.
Was weiß man über Efeu?
Der Gemeine Efeu (Hedera helix) wurde bereits in der Antike verwendet, da seine Blätter als lindernd bei Kopfschmerzen galten. Im Laufe der Geschichte wurde er vielfältig eingesetzt: Seine Beeren dienten als Abführmittel, ein Mazerat seiner Blätter in Essig wurde auf Hühneraugen aufgetragen, und sein Saft wurde zur Linderung von Halsschmerzen genutzt. Heute wird Efeu gezielter verwendet: So weiß man etwa, dass die Beeren in großen Mengen stark giftig sind und die Verwendung der Beeren kontrolliert erfolgen muss.
Und was sagt man heute über die Pflanze?
- Efeu war Gegenstand von Laboruntersuchungen: Bestimmte Extrakte aus Blättern, Blüten und Früchten wurden auf ihre Aktivität gegenüber Bakterien wie Staphylococcus aureus untersucht (1).
- Seine Blätter enthalten chemische Verbindungen, darunter Saponine, die auf ihre antioxidativen Eigenschaften untersucht wurden (2).
- Andere Arbeiten befassten sich mit Entzündungen (3).
- Bekannt ist Efeu vor allem als ergänzende Behandlung bei bestimmten Atemwegserkrankungen (4): In diesem Fall berät Sie Ihr Arzt oder Apotheker.
Efeu: Was Sie unbedingt beachten sollten
Efeu ist keine harmlose Pflanze: Seine Beeren sind giftig und dürfen nicht verzehrt werden.
Fragen Sie vor jeder Anwendung – ob als Tee oder als selbst hergestellte Zubereitung – Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, insbesondere in der Schwangerschaft, in der Stillzeit oder wenn Sie Medikamente einnehmen.
Efeu und Cellulite: Was ist dran?

Efeu wird auch in der Kosmetik verwendet, insbesondere in Pflegeprodukten gegen Cellulite.
Seine Blätter enthalten nämlich Flavonoide (Rutosid, Rutinosid) und Saponine (wie Hederin) – Verbindungen, mit denen sich die Forschung (5) im Hinblick auf folgende Themen befasst hat:
- die Durchlässigkeit der Gefäße;
- Entzündungen und Schwellungen;
- die Gewebedrainage.
Cellulite, ein Phänomen, das rund 90 % der Frauen betrifft, hängt zum Teil mit einer Störung der venösen und lymphatischen Zirkulation zusammen. Die Folge: Wasser staut sich im Gewebe, was der Haut das typische „Orangenhaut“-Aussehen verleiht.
In der Kosmetik findet sich Efeu vor allem in Massagepflegeprodukten – und die Massage ist eine Geste, die hilft, gegen das Erscheinungsbild von Cellulite vorzugehen. Solche Produkte werden häufig gewählt für:
- das Hautbild, besonders an den Beinen;
- wässrige Cellulite, die oft mit Wassereinlagerungen in Verbindung gebracht wird;
- verhärtete Cellulite.
Wie wendet man Efeu an?

Es gibt im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, Efeu selbst einzusetzen. Keine davon ersetzt den Rat einer medizinischen Fachkraft bei schweren Beinen oder anhaltenden Beschwerden.
1- Als Tee
Die erste Möglichkeit ist die Einnahme über die Zubereitung von Kräutertees. Efeublätter lassen sich dabei mit anderen Pflanzen kombinieren, etwa mit Mausohrhabichtskraut, Katzenbart, Roter Weinrebe, Rosskastanie oder Mädesüß. Achtung: Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor Sie einen solchen Tee trinken.
2- Äußerliche Anwendung
Die zweite Möglichkeit ist die äußerliche Anwendung. Efeu wird seit Jahrhunderten als Umschlag oder Mazerat verwendet. Diese traditionellen Zubereitungen werden auch heute noch hergestellt – unter Beachtung der oben genannten Vorsichtsmaßnahmen.
- Für ein Efeu-Mazerat: Einige zerkleinerte oder zermahlene Efeublätter werden etwa zehn Tage lang in etwas natürlichem Pflanzenöl eingelegt. Anschließend das Mazerat abseihen und täglich durch Massage auf die betroffenen Stellen (Oberschenkel, Gesäß, Beine) auftragen.
- Für eine Efeu-Körpermaske: 100 g Efeublätter in 500 ml Wasser aufkochen und anschließend etwas grünes Tonerdepulver unterrühren. Die Mischung auf die betroffenen Stellen auftragen, etwa zwanzig Minuten einwirken lassen und dann mit klarem Wasser abspülen.
3- Die Kosmetik-Lösung
Wer seine Pflegeprodukte nicht selbst herstellen möchte, findet im Handel Anti-Cellulite-Produkte mit Efeu-Extrakten. Dazu gehört unser Anti-Cellulite-Massageöl, ein unverzichtbares Produkt aus unserer Cellulite-Linie.
Das Öl, das Ihr Hautbild sichtbar glättet
- Umfassende Formel: 4 starke Wirkstoffe für eine gezielte Massage der Cellulite-Zonen
- Glattere Haut: Wirkstoffe, die die Palper-Rouler-Massage ideal begleiten
- Sinnliches Massageerlebnis: reichhaltige Textur und Monoï-Duft für ein sanftes, wohltuendes Ritual
Es kann allein oder mit einem Massagezubehör verwendet werden (Schröpfglocke, Elektrische Saugglocke, Gua Sha Körper, Orangenhaut-Massagegerät) – täglich angewendet. Seine Zusammensetzung ist einzigartig und zu 99 % natürlich:
- eine Kombination aus Sonnenblumenöl und Mandelöl, deren Texturen sich ideal für die Anti-Cellulite-Massage eignen;
- Extrakte aus Grapefruit;
- Efeu, eine Pflanze, die traditionell in Anti-Cellulite-Pflegeprodukten zu finden ist.
Schon wenige Minuten Massage reichen aus, um ein tägliches Ritual daraus zu machen. Das Wichtigste: täglich massieren! Und was für ein wohltuender Moment ganz für sich allein…
Quellen
(1) 2017, Pop et al., Investigation of antioxidant and antimicrobial potential of some extracts from Hedera helix L.
(2) 2004, Gülçin et al., Antioxidant activity of saponins isolated from ivy: alpha-hederin, hederasaponin-C, hederacolchiside-E and hederacolchiside-F
(3) 2005, Gepdiremen et al., Acute anti-inflammatory activity of four saponins isolated from ivy: alpha-hederin, hederasaponin-C, hederacolchiside-E and hederacolchiside-F in carrageenan-induced rat paw edema
(4) 2003, Hofmann et al., Efficacy of dry extract of ivy leaves in children with bronchial asthma–a review of randomized controlled trials
(5) 2011, Hexsel, Soirefmann, Cosmeceuticals for Cellulite
Häufige Fragen
Kann man Efeu täglich als Tee trinken?
Lassen Sie sich vor jeder regelmäßigen Anwendung von Efeu als Tee am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten, insbesondere in der Schwangerschaft, in der Stillzeit oder wenn Sie Medikamente einnehmen.
Ist Efeu giftig?
Ja, seine Beeren sind giftig und dürfen nicht verzehrt werden. Wenden Sie sich bei versehentlichem Verschlucken umgehend an einen Arzt oder einen Giftnotruf.
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