Es ist eine Tatsache: Nach üppigen Mahlzeiten oder in stressigen Phasen fühlt man sich manchmal etwas schwer. Um sich im Alltag wohlzufühlen, ist es sinnvoll, gut auf sich zu achten und bei Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Sodbrennen einen Arzt zu konsultieren. Als Ergänzung zu diesen guten Gewohnheiten können Kräutertees angenehme Begleiter sein. Hier sind 6 Sorten – jeweils mit ihrer Zubereitung.
1. Quecke

Wer hätte es gedacht? Dieses als schlimmstes Unkraut verschriene Gewächs eignet sich dennoch für einen Aufguss – eine Pflanze, die Sie als neuen Kräutertee entdecken können. Verwendet werden die Rhizome. Bei Urethritis, Blasenentzündung, Gicht oder Arthritis wenden Sie sich bitte an einen Arzt. Geben Sie einfach eine Handvoll Queckenwurzeln (die unterirdischen Ausläufer) in einen Liter kaltes Wasser, lassen Sie alles zwei Stunden ziehen und erwärmen Sie die Flüssigkeit vor dem Trinken. Als Aufguss kann Quecke so Teil Ihrer Wohlfühlroutine werden. Übrigens: In unserem Blog finden Sie auch weitere Beauty-Tipps.
2. Löwenzahn (Taraxacum)

Lust auf ein warmes Getränk nach den üppigen Mahlzeiten am Wochenende oder den Festtagsschmäusen? Dann können Sie einen Löwenzahntee ausprobieren. Er lässt sich einfach zubereiten. Weitere Tipps für den Alltag finden Sie ebenfalls bei uns. Für Erwachsene geben Sie einen gehäuften Esslöffel in eine Tasse heißes Wasser und lassen den Tee mindestens 3 Minuten ziehen. Zwei bis drei Tassen pro Tag sind ausreichend. Bei Problemen mit der Leber oder der Gallenblase wird von diesem Getränk jedoch abgeraten. Fragen Sie vorsichtshalber einen Arzt oder eine medizinische Fachkraft um Rat, insbesondere wenn Sie schwanger sind oder stillen.
3. Zitrone

Die kleine, säuerliche Zitrusfrucht ist ein echter Klassiker in der Küche! Als Tee zubereitet, gehört sie zu den kleinen Ritualen des Alltags. Laut der Ernährungsberaterin Adélaïde d’Aboville mischen Sie den Saft einer Zitrone in eine Tasse lauwarmes Wasser, damit die enthaltene Vitamin-C-Menge möglichst erhalten bleibt, und trinken den Tee morgens auf nüchternen Magen. Für Abwechslung im Geschmack können Sie Ingwer und Honig hinzufügen – eine gelungene Kombination!
4. Mariendistel

Die Mariendistel ist seit der Antike bekannt. Bei Beschwerden mit der Leber oder den Gallenwegen sollten Sie sich jedoch an einen Arzt wenden. Weitere Tipps finden Sie ebenfalls bei uns. Kochen Sie 3,5 Gramm getrocknete Samen dieser Pflanze (sogenannte Achänen) in 150 ml Wasser auf. Traditionell wird der fertige Tee eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten getrunken. Für Schwangere und Stillende sowie bei einem Verschluss der Gallenwege ist dieses Getränk kontraindiziert. Im Zweifelsfall fragen Sie eine medizinische Fachkraft um Rat.
5. Heidelbeere

Auch die Heidelbeere lässt sich als Aufguss zubereiten und bringt eine fruchtige Note in die Tasse. Und es wird nichts verschwendet: Sowohl Heidelbeerblätter als auch die Früchte eignen sich für Aufgüsse. Bei Verdauungsbeschwerden, etwa einer Magen-Darm-Erkrankung, wenden Sie sich bitte an einen Arzt. Geben Sie 30 Gramm getrocknete Heidelbeeren (aus dem Handel) in einen Liter heißes Wasser. Lassen Sie alles 10 Minuten leicht köcheln und füllen Sie die Flüssigkeit anschließend in eine Thermoskanne. So können Sie den Aufguss mehrmals am selben Tag trinken und ein warmes Getränk vom Morgen bis zum Abend genießen. Weitere Tipps für Ihren Alltag finden Sie in unserem Blog.
6. Orthosiphon oder Javatee

Lust auf Abwechslung bei Ihren warmen Getränken? Der aus dem tropischen Asien stammende Orthosiphon, auch als Javatee bekannt, wird als Aufguss zubereitet. Verwendet werden die Blätter der Pflanze. Bei Fragen zur Leber oder zum Cholesterinspiegel wenden Sie sich bitte an einen Arzt. Für die Zubereitung dieses Kräutertees benötigen Sie getrocknete Orthosiphon-Blätter aus dem Handel, die als Pulver erhältlich sind. Weitere Tipps für den Alltag finden Sie ebenfalls bei uns. Geben Sie 2 bis 3 Teelöffel in ein Glas kochendes Wasser und lassen Sie den Tee 10 Minuten ziehen. Trinken Sie drei Tassen täglich.
Ein Kräutertee für den Bauch?
Diese Frage wird häufig gestellt. Kein Kräutertee wirkt gezielt auf eine bestimmte Körperstelle wie den Bauch – weder Orthosiphon noch Zitrone oder Löwenzahn. Als warmes Getränk können diese Aufgüsse Teil eines insgesamt ausgewogenen Lebensstils sein: mit einer abwechslungsreichen Ernährung, ausreichender Flüssigkeitszufuhr, regelmäßiger Bewegung und genügend Schlaf.
Betrachten Sie Kräutertee daher als kleines wohltuendes Ritual, zum Beispiel nach einer üppigen Mahlzeit, und nicht als alleinige Lösung. Wenn Sie Ihre Ernährung umstellen möchten oder Ihr Bauch Sie belastet, lassen Sie sich von einem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft beraten.
Unsere Wohlfühltipps für den Alltag
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