Schweißkleidung gegen Cellulite: Funktioniert das wirklich?

par
vêtement-sudation-cellulite

Im Kampf gegen Cellulite werden regelmäßig zahlreiche Methoden empfohlen. Ästhetische Medizin, Cupping, Massagen, Kuren… Doch wie steht es um die Wirksamkeit von Schweißkleidung? Um alles über diese intelligenten Textilien zu erfahren – und vor allem, ob sie wirklich dabei helfen, Cellulite zu reduzieren – lohnt sich eine genauere Untersuchung!

Was ist Schweißkleidung?

Schweißkleidung funktioniert nach demselben Prinzip wie bestimmte Schlankheitsgürtel : Es handelt sich um Kleidungsstücke aus speziellen, wasserundurchlässigen Materialien, die die Körperwärme stauen und so an bestimmten Körperzonen eine verstärkte Schweißbildung auslösen. Zu den gängigsten Modellen zählen Shorts, Bermudas, Caprihosen und Leggings, aber auch T-Shirts, Trainingsanzüge oder sogar Unterwäsche. Sie richten sich gleichermaßen an Frauen wie an Männer.

Die am häufigsten verwendeten Materialien bei der Herstellung von Schweißkleidung sind:

  • Neopren, das auch für Tauchanzüge verwendet wird – ein leichtes, robustes, isolierendes und elastisches Material.
  • Polyamid, ein vergleichsweise günstiges, dennoch strapazierfähiges, flexibles und vor allem hautfreundliches Material (weniger Reibungsreizungen).
  • PVC, also Vinyl – okklusiv und besonders wasserundurchlässig.
  • Lycra, das eine sehr gute Elastizität und damit hohen Tragekomfort bietet.

Wozu dient Schweißkleidung?

Da das verwendete Material nicht atmungsaktiv ist, zielt das Tragen dieser Kleidung darauf ab, die Schweißproduktion zu steigern und so den Körper zu entgiften. Schweißkleidung wird heute vor allem im Sport eingesetzt – körperliche Aktivität erhöht die Körpertemperatur und damit die Schweißbildung, da der Körper seine Temperatur reguliert.

Ein weiteres Argument wird häufig für das Tragen von Schweißkleidung angeführt: Gewichtsverlust. Doch hier ist Klarheit gefragt: Schwitzen lässt nicht abnehmen. Abnehmen bedeutet, Körperfett zu verlieren. Beim Schwitzen verliert man jedoch in erster Linie Wasser. Natürlich wirkt sich dieser Wasserverlust auf die Zahl auf der Waage aus – aber Fett wird dabei keines abgebaut, obwohl genau das das eigentliche Ziel einer Gewichtsabnahme ist. Außerdem ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr für die Gesundheit unerlässlich. Um es klar zu sagen: Schweißkleidung lässt nicht abnehmen.

Welche Wirkung hat Schweißkleidung auf Cellulite?

Worin liegt dann der Nutzen des Schwitzens? Er ist denkbar einfach: Entgiftung. Der Körper verfügt über mehrere Ausscheidungsorgane, deren Aufgabe es unter anderem ist, Abfallstoffe zu eliminieren: Wasser, Toxine (Mineralrückstände, Schwermetalle, Pestizide), organische Abfallstoffe (Milchsäure, Antikörper, Harnstoff), Stuhl… Die Haut ist eines dieser Ausscheidungsorgane. Über den Schweiß befreit sie den Körper von Stoffen, die auf anderen Wegen nicht ausgeschieden werden können. Das Tragen von Schweißkleidung verstärkt diesen Eliminationsprozess.

Doch was hat Cellulite damit zu tun? Cellulite entsteht durch eine abnorme Ansammlung von Fett, Wasser und Toxinen in den unteren Hautschichten:

  • Atrophie und gegebenenfalls Vermehrung der Adipozyten.
  • Kompression des Bindegewebes durch die Adipozyten-Atrophie, die zu einer Wassereinlagerung führt.
  • Lymphatische Trägheit, die zu einem Überschuss an Toxinen im Gewebe führt.

Das Tragen von Schweißkleidung hat keinen Einfluss auf die Atrophie der Fettzellen, da Schwitzen kein Fett abbaut. Es wirkt sich jedoch direkt auf die beiden anderen Cellulite-Faktoren aus:

  • Indem der Körper zum Schwitzen angeregt wird, kann das im Fettgewebe eingelagerte Wasser über die Poren der Haut abgeführt werden.
  • Je nach Gewebestruktur kann Schweißkleidung eine leicht massierende Wirkung entfalten (ähnlich wie eine Kompressionsstrumpfhose), sodass der venös-lymphatische Fluss angeregt wird. Bestimmte Abfallstoffe können so von den Lymphknoten verarbeitet werden.

Schweißkleidung kann sich also positiv auf Cellulite und ihr charakteristisches Orangenhaut-Erscheinungsbild auswirken. Dies gilt insbesondere für wässrige Cellulite, die zu einem großen Teil auf Wassereinlagerungen zurückzuführen ist, die wiederum durch eine venös-lymphatische Insuffizienz verursacht werden. Das regelmäßige Tragen von Schweißkleidung (vor allem als Panty oder Legging) kann den Zustand dieser Cellulite-Art verbessern und ein Gefühl von leichten Beinen vermitteln. Bei den anderen Cellulite-Typen (adipöse und fibröse Cellulite) ist die Wirkung geringer, da sie überwiegend durch eine Fettansammlung bedingt sind. Diese lässt sich nur durch eine Anpassung des Lebensstils korrigieren:

  • Regelmäßiges Ausdauertraining mit moderater Intensität (Schwimmen, Radfahren, zügiges Gehen…).
  • Ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung, arm an Salz, Zucker und gesättigten Fettsäuren.
  • Tägliche Routine mit Anti-Cellulite-Massage mithilfe der Technik des Palpierens und Rollens (dafür eignen sich unsere Schröpfköpfe hervorragend – der klassische oder der elektrische – natürlich in Kombination mit unserem Massageöl!)

Wenn Sie Schweißkleidung ausprobieren möchten, sollten Sie eines wissen: Ihre Wirksamkeit wird deutlich gesteigert, wenn sie beim Sport getragen wird. Das verstärkte Schwitzen hilft, das Gewebe effektiv zu entstauen. Allerdings muss der Flüssigkeitsverlust (und damit auch der Mineralstoffverlust!) unbedingt ausgeglichen werden – ausreichend Wasser trinken, wasserreiche Lebensmittel wie Obst und Gemüse essen und auf eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen achten.

Nützliche Kategorien : Anti-Cellulite-Lösung.

0 Kommentar
0

VOUS AIMEREZ AUSSI...

Ein Kommentar hinterlassen