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Was ist Cupping?

Was ist Cupping?
Inhaltsverzeichnis

Cupping ist gerade überall präsent – dabei ist diese Technik alles andere als neu: Sie wurde bereits vor Jahrhunderten eingesetzt, um zu versuchen, verschiedenste Beschwerden zu lindern. Zunächst in China und im Mittelmeerraum, dann in Europa bis zum Zweiten Weltkrieg! Schröpfglocken sind also keine Erfindung unserer Zeit. Dennoch erlebt die Cupping-Therapie gerade eine bemerkenswerte Renaissance. Prinzip, verschiedene Techniken, sportliche, medizinische und ästhetische Anwendungen, Vorsichtsmaßnahmen und Alternativen für zu Hause: Hier erfahren Sie alles, was Sie über Cupping wissen sollten.

Wie funktioniert Cupping?

Cupping, auch bekannt als „Cupping-Therapie“, „Hijama“ oder „Schröpfen “, ist eine Behandlungsmethode mit langer Geschichte – eine der ältesten Therapieformen überhaupt. Sie ist fester Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), ebenso wie die Akupunktur. Das Prinzip ist denkbar einfach: Schröpfglocken werden direkt auf die Haut gesetzt, an gezielten Körperpunkten, und erzeugen dort einen Saugeffekt (Unterdruck). 

Cupping: Woher kommt das Wort und wie lässt es sich übersetzen?

Das Wort Cupping stammt vom englischen „cup“, was Tasse oder Becher bedeutet. Der Name spielt auf die glockenartige Form der verwendeten Schröpfglocken an. Auf Deutsch spricht man einfach vom „Schröpfen“ oder von der „Cupping-Therapie“. Ob man den englischen oder den deutschen Begriff verwendet: Das Prinzip bleibt dasselbe. Schröpfglocken werden auf die Haut gesetzt, um einen Saugeffekt zu erzeugen. Dabei gibt es verschiedene Methoden – heiß oder kalt, trocken oder feucht –, die im Folgenden vorgestellt werden.

Es gibt im Wesentlichen zwei Cupping-Techniken:

  • Heißes Cupping: Traditionell wurde ein brennendes Material – Alkohol, Papier oder getrocknete Kräuter – in die Schröpfglocke eingebracht und entzündet. Dadurch entstand ein Vakuum, das die Haut in die Glocke zog. Heute verwendet man dafür eine einfache Flamme.
  • Kaltes Cupping: Hierbei wird die Luft aus der Schröpfglocke (mit einer Öffnung) abgesaugt, um den Unterdruck zu erzeugen.

Darüber hinaus unterscheidet man:

  • Feuchtes Cupping: Diese Methode ähnelt dem traditionellen Aderlass. Auf gezielt ausgewählten Körperstellen werden kleine Hautritzungen vorgenommen, anschließend werden Schröpfglocken aufgesetzt, um Blut abzusaugen. Diese Praxis darf nur von einer geschulten Fachkraft unter strengen Hygienebedingungen durchgeführt werden.
  • Trockenes Cupping: Dies ist die gebräuchlichste Form des Cuppings – ein einfaches Absaugen der Haut.

Die beim Cupping verwendeten Schröpfglocken können aus verschiedenen Materialien bestehen:

  • Glas, das am häufigsten verwendete Material
  • Bambus
  • Silikon
  • Keramik

Welche Anwendungsgebiete hat Cupping?

Was ist Cupping?

1- Sportliche Anwendung

Der erste Sportler, der Cupping zur Regeneration öffentlichkeitswirksam einsetzte, war Schwimmer Michael Phelps bei den Olympischen Spielen in Rio. Die charakteristischen roten Kreise auf seinen Schultern verrieten seine Cupping-Sitzungen. Ihren Anhängern zufolge soll die Technik mehrere Wirkungen entfalten, die nicht alle belegt sind:

  • Eine schmerzlindernde Wirkung, da der Saugeffekt die Ausschüttung von Enkephalinen fördern soll – Neurotransmitter, die als natürliche Schmerzmittel wirken sollen.
  • Eine durchblutungsfördernde und entstauende Wirkung, da der Unterdruck der Schröpfglocken eine oberflächliche Vasodilatation und eine tiefe Vasokonstriktion bewirken soll, was die Mikrozirkulation begünstigt. Haut und Muskeln würden so mit frischem Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.
  • Eine entzündungshemmende und entspannende Wirkung, da das Ablösen der Gewebeschichten und der Blutandrang zur Muskelentspannung und zum Abbau von Verspannungen beitragen sollen.

So setzen manche Physiotherapeuten und Osteopathen Cupping ergänzend zu anderen Techniken bei bestimmten Muskelverspannungen oder leichten Verletzungen ein.

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2- Medizinische Anwendung

In der TCM wird Cupping traditionell bei zahlreichen Beschwerden angeboten, ohne dass sein Nutzen für die meisten davon belegt wäre:

  • Verdauungsbeschwerden wie viszeralen Schmerzen, Verstopfung…
  • Kopfschmerzen und Migräne, Neuralgien
  • Atemwegserkrankungen wie Husten, Asthma, Bronchitis, Allergien…
  • Psychischen Beschwerden wie Depressionen, Erschöpfung, Stress, Angstzuständen…
  • Hauterkrankungen wie Ekzemen, Akne…
  • Rheumatischen Erkrankungen wie Arthritis und Fibromyalgie

Seine Anhänger schreiben Cupping die Fähigkeit zu, die Durchblutung zu verbessern, zum Wohlbefinden beizutragen und bestimmte Schmerzen zu lindern. Bei Krankheit ersetzt Cupping in keinem Fall ärztlichen Rat oder eine medizinische Behandlung.

Es gibt zahlreiche Studien zur Cupping-Therapie. Viele davon wurden jedoch aufgrund methodischer Schwächen angezweifelt oder widerlegt. Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2012(1), die 135 Studien zum Cupping auswertete, legt nahe, dass diese Therapieform bei Gürtelrose, Akne, Fazialisparese und zervikaler Spondylose von Interesse sein könnte. Diese Hinweise müssen noch bestätigt werden: Wenden Sie sich bei allen Gesundheitsfragen an einen Arzt.

3- Ästhetische Anwendung

Cupping weckt auch das Interesse der Beauty- und Kosmetikbranche. Vor allem soll es helfen, das Erscheinungsbild von Cellulite zu mildern. Manchmal wird es auch mit der Gewichtsreduktion in Verbindung gebracht, ohne dass dieser Nutzen belegt ist.

  • Die Saugwirkung mobilisiert Haut und Gewebe – eine bei tief sitzender Cellulite geschätzte Massagebewegung.
  • Diese Massage sorgt zudem für ein angenehmes Gefühl von Leichtigkeit, das bei Wassereinlagerungen geschätzt wird.

So könnte Cupping helfen, das sichtbare Erscheinungsbild der Orangenhaut zu mildern.

Welche Vorsichtsmaßnahmen gelten beim Cupping?

Was ist Cupping?

Bevor Sie mit Cupping beginnen, sollten Sie einige Punkte beachten. Wenn Sie eine Cupping-Therapie in Anspruch nehmen möchten, wenden Sie sich am besten an einen Fachmann. Manche Gesundheitsfachkräfte verfügen über ein Zertifikat einer anerkannten Organisation, wie der International Cupping Therapy Association oder dem französischen Fachverband für Schröpftherapie. Andere Therapeuten sind der Union Française des Professionnels de Médecine Traditionnelle Chinoise angeschlossen, was ebenfalls für Qualität steht. Informieren Sie sich daher vorab sorgfältig über den Fachmann, der die Behandlung durchführt.

Außerdem können die sichtbaren Folgen einer Cupping-Sitzung zunächst überraschend wirken. Der Saugeffekt hinterlässt auf der Haut rote bis violette Kreise, die auf den ersten Blick beunruhigend aussehen. Es handelt sich dabei um Hämatome, die durch den plötzlichen Blutandrang entstehen. Bei korrekter Anwendung bilden sie sich in der Regel innerhalb von etwa 10 Tagen zurück. Man sollte jedoch darauf vorbereitet sein, farbige „Ringe“ auf der Haut zu sehen.

Wenn Sie an einer Hauterkrankung oder venöser Schwäche leiden, sollten Sie Cupping meiden – in diesen Fällen wird es ausdrücklich nicht empfohlen.

Welche Alternativen gibt es zum Cupping?

Es gibt „Heimvarianten“ des Cuppings. Die Anti-Cellulite-Schröpfglocke ist im Grunde nichts anderes als eine Art Cupping – mit zwei wesentlichen Unterschieden:

  • Die Anti-Cellulite-Schröpfglocke wird über die Haut bewegt, da sie als Hilfsmittel für die Anti-Cellulite-Massage dient. Beim klassischen Cupping hingegen bleiben die Schröpfglocken auf bestimmten Körperpunkten fixiert.
  • Beim Cupping werden mehrere Schröpfglocken verwendet, häufig aus Glas. 

Was das sichtbare Erscheinungsbild der Cellulite betrifft, sind beide Techniken in ihrem Prinzip relativ ähnlich!

Wenn Sie sich also selbst eine kleine, vom Cupping inspirierte Sitzung gönnen möchten, greifen Sie einfach zu unserer Cellulite-Schröpfglocke, unserem Anti-Cellulite-Massageöl und pflegen Sie Ihre kleinen Dellen ganz bequem von zu Hause aus!

Unsere Schröpfglocke ist einfach in der Anwendung und von der Technik des Palper-Rouler inspiriert, einem großen Klassiker der Anti-Cellulite-Massage. Unser Öl überzeugt mit seiner leichten Textur, die die Bewegungen der Schröpfglocke erleichtert. Zudem ist es mit ätherischem Grapefruitöl und Efeuextrakten angereichert. Bereit für eine Cupping-Sitzung zu Hause?

Quellen

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