Cellulite, einer der größten Erzfeinde von Frauen, ist Gegenstand zahlreicher Forschungen im ästhetischen Bereich. Zu den Verfahren, die in Praxen angeboten werden, gehört auch der Laser. Worum handelt es sich genau? Gibt es verschiedene Lasertechniken? Ist das gefährlich? Ein Blick auf diese ästhetische Methode, ihre Versprechen und ihre Grenzen.
Was ist ein Laser gegen Cellulite?
Vom Laser haben wir alle schon gehört. Meist im Zusammenhang mit der Behandlung von Falten, Kurzsichtigkeit oder Dehnungsstreifen. Deutlich seltener im Zusammenhang mit Cellulite. Dennoch handelt es sich um eine derzeit sehr beliebte medizinische Technik, die als Lösung gegen Cellulite vorgestellt wird. Das Prinzip laut ihren Befürwortern: Die Infrarotstrahlen des Lasers sollen die Fettzellen (Adipozyten) auf niedrige Temperaturen erhitzen (etwa 55 °C). Die faserigen Septen der Adipozyten würden unter der Wärme nachgeben, und das freigesetzte Fett würde anschließend – so die Darstellung der Anbieter – abgesaugt oder auf anderem Weg entfernt werden. Die angekündigten Effekte wären:
- Eine Neuformung der tiefen Hautschichten
- Eine Milderung des Erscheinungsbilds der Cellulite, unabhängig von ihrer Art (einschließlich faseriger Cellulite, die schmerzhaft und besonders hartnäckig sein kann)
- Eine straffer und elastischer wirkende Haut – so zumindest das Versprechen der Anbieter, das nicht belegt ist
Wichtig zu wissen: Der Laser gegen Cellulite wird in der Regel an kleineren Körperpartien eingesetzt. Grundsätzlich können jedoch alle Zonen behandelt werden: Gesicht (Hals, Kinn), Oberkörper (Arme), Bauchbereich (Bauch, Hüften, Po), untere Gliedmaßen (Oberschenkel, Knie, Beine).
Die verschiedenen Arten von Lasern gegen Cellulite
Heute gibt es zwei Verfahren, bei denen Laser eingesetzt werden und die zur Behandlung von Cellulite verwendet werden.
1- Laser-Endolipolyse
Der Laser wird mithilfe einer feinen 1-mm-Kanüle mit optischer Faser unter die Haut eingeführt. Nach Angaben der Anbieter soll der Laser direkt auf das in den Adipozyten enthaltene Fett einwirken, indem er es erwärmt. Außerdem wird er von ihnen auch bei einer Erschlaffung der Haut angeboten, um so zur Straffheit der Haut beizutragen – belegt sind diese Versprechen der Anbieter allerdings nicht.
2- Laser-Exolipolyse
Diese nicht invasive Methode besteht darin, Pads auf die zu behandelnde Zone zu legen. Das erzeugte „kalte Licht“ soll nach Angaben der Anbieter einen doppelten Effekt haben, der die Zellmembranen und den Inhalt der Adipozyten betrifft. Die Anbieter sprechen also von einer Art „Entleerung“ der Fettzellen, bei der das Fett durch Mikroporen austreten soll – belegt sind diese Behauptungen allerdings nicht.
Laser gegen Cellulite: Ist diese Methode gefährlich?
Die Laser-Lipolyse ist streng geregelt. Einige Institute bieten Laserbehandlungen an, es ist jedoch ratsamer, sich an einen ästhetisch tätigen Arzt oder Dermatologen zu wenden. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung, ohne Krankenhausaufenthalt. Die Betäubung erfolgt entweder per Injektion, mit einer betäubenden Creme (vom Arzt verschrieben und 30 Minuten vor der Sitzung aufzutragen) oder durch das Aufsprühen kalter Luft (Kryoanästhesie). Dabei sollte präzisiert werden, dass es sich in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle um einen ästhetischen, nicht therapeutischen Eingriff handelt. Fälle einer medizinischen Kostenübernahme sind sehr selten.
1- Laser gegen Cellulite: Für wen ist er geeignet?
Grundsätzlich kann jede Person mit Cellulite Laser-Sitzungen zur Behandlung in Anspruch nehmen. Vorher muss sie jedoch die Fragen des Arztes beantworten. Denn von einer Laser-Lipolyse wird abgeraten:
- Bei schwangeren und stillenden Frauen
- Bei Personen mit gebräunter oder dunkler Haut (Risiko von Depigmentierungsflecken)
- Bei Personen mit Gerinnungsstörungen oder Gefäßerkrankungen
- Bei Epileptikern
- Bei der Einnahme bestimmter Medikamente
- Bei Personen mit Hauterkrankungen (Ekzeme, Psoriasis, Erkrankungen mit Hautläsionen, Allergien)
2- Empfehlungen nach einer Laser-Lipolyse-Sitzung
Nach jeder Sitzung sollten einige Hinweise beachtet werden, um die Ergebnisse zu optimieren und Risiken zu vermeiden:
- Die behandelte Zone nicht der Sonne aussetzen, um eine Reaktion der Pigmentierung (Flecken) zu vermeiden
- Etwa 30 Minuten moderaten Sport treiben, sofern der behandelnde Arzt dies empfiehlt
- In den 2 Tagen nach der Sitzung zu salzige oder zu süße Speisen vermeiden
3- Nebenwirkungen des Lasers
Abschließend ist es wichtig zu betonen, dass der Laser gegen Cellulite, wie jede ästhetische Methode, Nebenwirkungen haben kann. Diese sind jedoch gering:
- Pigmentflecken
- Mögliche Schmerzen und/oder Reizungen
- Leichte Blutergüsse, die schnell wieder abklingen
Cellulite-Behandlung mit dem Laser: Wie sieht es mit Dauer und Preis aus?
Jede Sitzung dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Die Behandlung umfasst in der Regel 1 bis 2 Sitzungen pro Woche über 4 bis 6 Wochen. Die Ergebnisse sind nicht sofort sichtbar, sondern erst nach einigen Wochen oder sogar Monaten. Leider sind sie nicht dauerhaft. Der Laser ist also nur eine vorübergehende Lösung und lässt Cellulite nicht endgültig verschwinden.
Auch der Preis ist relativ hoch. Eine Sitzung kostet im Durchschnitt zwischen 100 und 150 Euro. Daher kann sich der Laser gegen Cellulite auf Dauer als sehr kostspielige Methode erweisen.
Alternative zum Laser: Was, wenn man sich zu Hause um seine Cellulite kümmert?
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