Kennen Sie das? Gegen Abend müssen Sie den obersten Knopf Ihrer Hose öffnen, weil sich Ihre Bauchwand spürbar nach außen wölbt. Es ist eine Schwellung, für die Sie keine richtige Erklärung haben. Ihr sonst flacher Bauch wird scheinbar grundlos dicker. Was, wenn dahinter Wassereinlagerungen im Bauchbereich stecken? Hier finden Sie einen Überblick: wann sie auftreten, woran Sie sie erkennen und welche Alltagsgewohnheiten zu einem angenehmeren Bauchgefühl beitragen können.
Wassereinlagerungen am Bauch – „Ballon“-Effekt
Wassereinlagerungen sind ein recht häufiges, wenn auch unangenehmes Phänomen. Der Körper besteht zu etwa 70 % aus Wasser. Zwei Drittel befinden sich in den verschiedenen Zellen, das übrige Drittel im Blut (Plasma) oder zwischen den Zellen. Mitunter sammelt sich jedoch Wasser im Gewebe an und bleibt dort, was sich als Schwellung bemerkbar macht. Meist sind Oberschenkel, Beine und Knöchel betroffen. Doch auch andere Körperbereiche können anschwellen: Hände, Gesicht oder sogar der Bauch.
Wassereinlagerungen im Bauchraum sind relativ selten, kommen aber vor. Sie treten auf:
- In der prämenstruellen Phase, in der Frauen häufig zu Blähgefühlen und manchmal sogar zu einer starken und plötzlichen Gewichtszunahme neigen (Symptome des prämenstruellen Syndroms)
- Während der Schwangerschaft
- In den Wechseljahren
- Unter bestimmten medizinischen Behandlungen, insbesondere mit Kortikosteroiden, Hormonbehandlungen (HRT, Pille) und blutdrucksenkenden Mitteln
- Bei krankheitsbedingten Ursachen – kardial, renal oder vaskulär
Abgesehen vom wenig vorteilhaften Aussehen eines angeschwollenen Bauchs mit „Ballon“-Effekt ist das daraus entstehende Unbehagen deutlich spürbar. Man fühlt sich im Bauchbereich unwohl, hat das Gefühl, aufgeschwemmt zu sein und in der Kleidung festzustecken … Ganz zu schweigen vom Verlust der Kontrolle über den eigenen Körper, denn diese plötzlichen Schwellungen lassen sich nicht immer erklären.
Woran erkennt man, ob man Wassereinlagerungen am Bauch hat?
Es ist nicht immer einfach, einen durch die Verdauung aufgeblähten Bauch von Wassereinlagerungen im Bauchbereich zu unterscheiden. Einige Hinweise können Ihnen jedoch weiterhelfen: ein Bauch, der im Laufe des Tages anschwillt, das Gefühl, aufgeschwemmt zu sein und in der Kleidung festzustecken, oder eine Schwellung, die in klar erkennbaren Phasen auftritt (vor der Regel, während der Schwangerschaft, in den Wechseljahren, unter bestimmten Behandlungen).
Wenn Sie unsicher sind oder die Schwellung mit Schmerzen oder anderen ungewöhnlichen Beschwerden einhergeht, sprechen Sie am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Nur eine Ärztin oder ein Arzt kann sicher feststellen, ob es sich tatsächlich um Wassereinlagerungen handelt, und andere Ursachen ausschließen.
Wassereinlagerungen am Bauch: Welche Alltagsgewohnheiten sind sinnvoll?
Einige einfache Ernährungs- und Lifestyle-Gewohnheiten können dazu beitragen, dass Sie sich im Alltag mit Ihrem Bauch wohler fühlen. In unserem Ratgeber finden Sie außerdem Tipps für einen flacheren Bauch.

Achten Sie auf Ihre Ernährung
Wassereinlagerungen am Bauch werden allzu oft mit Blähungen verwechselt. Dabei handelt es sich keineswegs um ein Verdauungsproblem! Trotzdem ist es sinnvoll, auf Ihre Ernährung zu achten:
- Sparen Sie an Salz. Vorsicht bei Wurstwaren, Fertiggerichten und Hartkäse.
- Greifen Sie bevorzugt zu Nüssen und Vollkornprodukten.
- Essen Sie Obst und Gemüse wie Ananas, Grapefruit, Artischocke, Sellerie oder Spargel.
- Wählen Sie Lebensmittel mit viel Kalium, etwa Weizenkeime, Hülsenfrüchte, Trockenfrüchte, Avocado oder Banane.
Ausreichend trinken, auch wenn der Bauch spannt
Man kann es nicht oft genug sagen: Trinken ist essenziell für das gute Funktionieren des Körpers. Wenn Sie zu wenig trinken, wird das unangenehme Gefühl nicht besser. Trinken Sie über den Tag verteilt Wasser. Wenn Sie gern etwas Warmes trinken, können auch Kräutertees und Grüntee ihren Platz finden, etwa unser Detox-Schlankheitstee.
Setzen Sie auf gesunde Lebensgewohnheiten
Meiden Sie Hitze, so gut es geht, denn sie wird oft mit diesem Gefühl eines geschwollenen Bauchs in Verbindung gebracht. Verzichten Sie auf Kleidung, die am Bauch einengt, und tragen Sie lieber etwas Bequemes. Verharren Sie nicht stundenlang in derselben Haltung. Nehmen Sie sich Zeit, sich zu bewegen, ein paar Schritte zu gehen und sich zu dehnen. Und ganz allgemein: Finden Sie in Ihrem eigenen Tempo wieder zu regelmäßiger Bewegung.
Massieren Sie Ihren Bauch mit der Saugglocke
Ergänzend können Sie Ihren Bauch regelmäßig mit unserem Öl und unserer Saugglocke massieren, drei Minuten lang in kreisenden Bewegungen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem aufgeblähten Bauch und Wassereinlagerungen am Bauch?
Wassereinlagerungen im Bauchbereich sind kein Verdauungsproblem. Hier sammelt sich Flüssigkeit im Gewebe an und bleibt dort, während Blähungen mit der Verdauung zusammenhängen. Ein Bauch, der im Laufe des Tages dicker wird, und das Gefühl, aufgeschwemmt zu sein und kaum noch in die Kleidung zu passen, können auf Wassereinlagerungen hindeuten. Im Zweifel fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat.
Wie wird man Wasser im Bauch los?
Eine Patentlösung gibt es nicht. Die wichtigsten Alltagsgewohnheiten finden Sie weiter oben: an Salz sparen, ausreichend trinken, Hitze und enge Kleidung meiden, sich regelmäßig bewegen und, wenn Sie möchten, den Bauch mit einem Öl und einer Saugglocke massieren. Hält die Schwellung an oder kommen andere Beschwerden hinzu, fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat.
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