Über dunkle Haut gibt es viele Vorurteile … Angefangen bei der Behauptung, dass schwarze oder gemischte Haut stärker zu Dehnungsstreifen neigt. Also: Mythos oder Realität? Wir haben Wahrheit und Irrtum für Sie auseinandergehalten – und geben Ihnen zusätzlich einige Lösungen an die Hand, um Ihre Dehnungsstreifen zu pflegen und Ihre Haut zu verwöhnen.
Wie entstehen Dehnungsstreifen?
Dehnungsstreifen sind Hautveränderungen, die in ganz bestimmten Situationen hormoneller und/oder körperlicher Umstellungen auftreten, zum Beispiel:
1- Die Pubertät
Die Pubertät ist für Jugendliche eine Zeit intensiver Veränderungen: Sie wachsen, ihr Körper verändert sich, und sie sind starken Hormonschüben ausgesetzt … Genau diese drei Phänomene können das Auftreten von Dehnungsstreifen begünstigen. Die Haut wird durch Wachstum und veränderte Körperformen plötzlich und stark gedehnt. Manchmal hält sie gut mit. Es kommt jedoch auch vor, dass sie unter der Spannung an manchen Stellen nachgibt. Die elastischen Fasern der Dermis reißen, und es entstehen Hautläsionen: die bekannten Dehnungsstreifen. Bei Jungen treten sie häufig am Rücken, an den Schultern und an den Waden auf. Bei Mädchen, deren körperliche Veränderungen ausgeprägter sind – unter anderem durch das Einsetzen der Menstruation –, zeigen sich Dehnungsstreifen häufig an den Oberschenkeln, den Hüften und dem Gesäß, manchmal auch an der Brust.
2- Die Schwangerschaft
Frauen sind häufiger von Dehnungsstreifen betroffen als Männer, da sie im Laufe ihres Lebens oft stärkere körperliche Veränderungen erleben. Die Schwangerschaft ist eine davon. Sie bringt für den Körper der Frau rasche und deutliche Veränderungen mit sich: ein Bauch , der sich Monat für Monat rundet, Gewichtszunahme, trockene Haut und Brüste , die sich im Hinblick auf ein mögliches Stillen vergrößern. Schwangere sind daher besonders anfällig für Dehnungsstreifen.
3- Gewichtsschwankungen
Starke und schnelle Gewichtszu- oder -abnahmen können ebenfalls Dehnungsstreifen verursachen. Die Haut wird erheblich gedehnt und belastet, was sie stellenweise schwächen kann. Kollagen- und Elastinfasern sind zwar widerstandsfähig, können aber nachgeben. Diese Risse unter der Haut führen dann zu Entzündungen und kleinen „Einrissen“ an der Epidermis: den Dehnungsstreifen.
4- Schwankungen des Cortisolspiegels im Blut
Cortisol, auch als „Stresshormon“ bekannt, wird vom menschlichen Körper auf natürliche Weise produziert. Dieses Hormon hilft uns, morgens aufzustehen oder in einer Notsituation sofort zu reagieren. Unter normalen Umständen regulieren sich Schwankungen des Cortisolspiegels von selbst. Es kann jedoch vorkommen, dass dieses System aus dem Gleichgewicht gerät und der Körper mehr Cortisol produziert als nötig. Das ist der Fall bei chronischem Stress, einer Fehlfunktion der Nebenniere (eine Erkrankung namens Cushing-Syndrom), einer Behandlung mit Cortison, oder gegen Ende der Schwangerschaft (hormoneller Höhepunkt). Ein erhöhter Cortisolspiegel geht mit vielen Beschwerden einher: Gewichtszunahme, ein geschwächtes Immunsystem sowie Hautabbau mit Trockenheit und erhöhter Empfindlichkeit der Haut, was Dehnungsstreifen begünstigen kann.
5- Muskelhypertrophie
Auch eine starke und schnelle Zunahme an Muskelmasse kann das Auftreten von Dehnungsstreifen auslösen. Das ist bei bestimmten Sportarten der Fall, etwa beim Krafttraining, Gewichtheben oder Bodybuilding. Dieses Phänomen verstärkt sich, wenn Sportler intensiv dieselben Muskelgruppen trainieren und/oder Produkte zur Förderung des Masseaufbaus verwenden (anabole Substanzen, Gainer). Dehnungsstreifen können dann an den Schultern und Armen, an den Brustmuskeln, am Rücken, aber auch an den Oberschenkeln und Waden auftreten. „Krafttrainings-Dehnungsstreifen“ betreffen häufiger Männer, da ihre Fähigkeit zum Muskelaufbau in der Regel stärker ausgeprägt ist als bei Frauen.
Sind schwarze oder gemischte Hauttypen stärker anfällig für Dehnungsstreifen?

Kommen wir zurück zu der verbreiteten Annahme, dass dunkle Haut anfälliger für Dehnungsstreifen sei. Diese Aussage ist falsch. Allerdings sind Dehnungsstreifen auf schwarzer Haut sichtbarer als auf heller Haut. Ein Dehnungsstreifen zeichnet sich aus durch:
- Seine weiche Struktur, da er durch eine Dehnung der elastischen Fasern der Dermis entsteht
- Sein eingesunkenes Erscheinungsbild, weil die Haut an der Stelle des Dehnungsstreifens eine Art Absacken zeigt und nicht mehr von elastischen Fasern „gestützt“ wird
- Seine Färbung, die in der Regel von Rot, Rosa oder Violett (entzündliches Stadium eines frischen Dehnungsstreifens) zu einer perlmuttweißen Farbe übergeht (ein „abgeheilter“ und depigmentierter Dehnungsstreifen)
Das Ergebnis: weiße Dehnungsstreifen fallen auf schwarzer oder gemischter Haut durch den Kontrast zwangsläufig stärker auf als auf heller Haut.
Hinzu kommen zwei begünstigende Faktoren:
- Dunkle Haut verträgt trockene Klimazonen meist schlechter als helle Haut. Da sie von Natur aus weniger gut an Regionen mit niedriger Luftfeuchtigkeit angepasst ist, hält sie Feuchtigkeit schlechter und neigt eher zu Trockenheit und Dehydrierung. Trockene Haut erhöht jedoch das Risiko für Dehnungsstreifen. Umso wichtiger ist es, die Haut gut zu nähren!
- Anwenderinnen von „aufhellenden“ Produkten – noch immer zu viele Frauen mit dunkler Haut – schwächen ihre Haut massiv. Diese Produkte enthalten neben anderen schädlichen Stoffen für die Dermis auch Cortison, das das Auftreten von Dehnungsstreifen begünstigt.
„Schwarze Dehnungsstreifen“: Was ist damit gemeint?
Wer von „schwarzen Dehnungsstreifen“ spricht, meint meist Dehnungsstreifen auf schwarzer oder gemischter Haut und nicht Streifen, die selbst schwarz gefärbt sind. Wie oben erklärt, neigt dunkle Haut nicht stärker dazu als andere Hauttypen. Vor allem der Kontrast lässt die Streifen deutlicher hervortreten.
Fällt Ihnen ein dunkler oder bräunlicher Streifen auf, dessen Aussehen Sie verunsichert, kann Ihnen nur eine Ärztin oder ein Arzt, etwa aus der Dermatologie, sagen, worum es sich handelt.
Welche Lösungen gibt es, um Dehnungsstreifen zu pflegen?

Bei größeren Hautproblemen braucht es wirksame Lösungen! Wenn Sie dunkle Haut haben und leider Dehnungsstreifen an Gesäß oder Bauch bemerken, ist es wichtig, sie zu behandeln. Je früher, desto besser, denn frische Dehnungsstreifen sprechen besser auf Pflege an als ältere.
Wenn Sie eine ästhetische Behandlung Ihrer Dehnungsstreifen in Betracht ziehen, etwa mit LED, Laser, Mikrodermabrasion oder anderen Methoden, sollten Sie wissen, dass diese Techniken für schwarze oder gemischte Haut nicht empfohlen werden. Diese Verfahren können nämlich Mikroverletzungen in der Dermis verursachen und dadurch Hyperpigmentierungen hervorrufen (Flecken und mögliche dunkle Narben).
Die beste Lösung ist nach wie vor, auf maximale Feuchtigkeitsversorgung zu setzen. Ihre empfindliche Haut muss genährt, geschützt und gepflegt werden. Dafür stehen Ihnen verschiedene kosmetische Routinen zur Verfügung.
1- Natürliche Pflanzenöle
Wenn Sie reichhaltige Texturen mögen, können Sie Öle verwenden, um Ihre Dehnungsstreifen zu pflegen. Die Auswahl ist groß, solange Sie auf hochwertige Öle setzen. Sie können sich zum Beispiel entscheiden für:
- Kokosöl ist reich an vielen Fettsäuren und wird gern zur Pflege trockener Haut verwendet.
- Arganöl, der Schatz marokkanischer Frauen, ist ein wertvolles und feines Öl, das hilft, die Haut geschmeidig und gut genährt zu halten.
- Unser Dehnungsstreifen-Öl Vorbeugung, eine Mischung aus sechs Pflanzenölen (Süßmandelöl, Sonnenblumenöl, Sesamöl, Sojaöl, Avocadoöl und Jojobaöl), eignet sich zur Pflege aller Dehnungsstreifen. Seine natürliche Zusammensetzung nährt die Haut und hinterlässt ein geschmeidiges, zartes Hautgefühl.
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*Anwendungstest mit 21 Probandinnen über 3 Wochen, Einschätzung der Teilnehmerinnen.
- Warum funktioniert es?
2- Pflanzenbutter
Wenn Sie feste Texturen bevorzugen, kann eine Pflanzenbutter genau das Richtige sein. Sie ist genauso reichhaltig wie ein Öl und schenkt Ihrer Haut die Geschmeidigkeit, die sie braucht. Auch hier haben Sie eine große Auswahl:
- Sheabutter ist die bekannteste Pflanzenbutter und sehr nährend. Sie ist reich an Fettsäuren und Vitaminen.
- Kakaobutter wird wegen ihrer Reichhaltigkeit geschätzt. Sie eignet sich für alle Hauttypen, von sehr empfindlicher bis zu stark strapazierter Haut, ob hell oder dunkel!
- Kokumbutter wird aus den gepressten Samen von Garcinia indica gewonnen. Auch sie lässt sich täglich auf die betroffenen Stellen auftragen. Sie ist ideal für alle, die cremige Texturen und ein nicht fettendes Finish mögen.
3- Cremes gegen Dehnungsstreifen
Wenn Sie cremige Texturen bevorzugen, können Sie sich schließlich für eine Pflegeroutine mit Creme entscheiden. Viele Cremes gegen Dehnungsstreifen verbinden feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe mit Inhaltsstoffen, die die Haut pflegen. Achten Sie daher auf die Zusammensetzung, damit Sie die Creme finden, die am besten zu Ihnen passt.
Unsere Crème Réparatrice Vergetures wurde für alte wie frische Dehnungsstreifen entwickelt. Ihre Formel vereint mehrere Inhaltsstoffe:
- Sie verleiht der Haut Geschmeidigkeit – Macadamiaöl.
- Sie nährt die Haut – Kakaobutter.
- Sie beruhigt die Haut, besonders im Bereich frischer Dehnungsstreifen – Provitamin B5.
Eine tägliche Anwendung wird empfohlen, um Ihre Haut regelmäßig zu pflegen.
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*Anwendungstest mit 22 Probandinnen über 3 Wochen, Einschätzung der Teilnehmerinnen.
- Hilft, der Entstehung von Dehnungsstreifen vorzubeugen: an Bauch, Hüften, Oberschenkeln und Brust, morgens und abends aufzutragen
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- Samtige Textur: Sie zieht leicht ein und lindert Spannungsgefühle
Häufige Fragen
Was hilft bei Dehnungsstreifen auf dunkler Haut?
Auf schwarzer oder gemischter Haut gilt vor allem: Setzen Sie auf eine intensive Feuchtigkeitspflege mit einem Öl, einer Pflanzenbutter oder einer Creme gegen Dehnungsstreifen. Ästhetische Verfahren wie Laser oder Mikrodermabrasion werden für diesen Hauttyp nicht empfohlen. Wenn Sie das Aussehen eines Streifens verunsichert, fragen Sie eine Hautärztin oder einen Hautarzt um Rat.
Kann man Dehnungsstreifen entfernen?
Keine Pflege kann versprechen, dass Dehnungsstreifen verschwinden. Sie können aber Ihre Haut gut pflegen und mit Feuchtigkeit versorgen, mit der Textur, die Ihnen am meisten zusagt: Öl, Pflanzenbutter oder Creme gegen Dehnungsstreifen. Ästhetische Verfahren wie Laser werden für dunkle Haut nicht empfohlen. Lassen Sie sich dazu von einer Hautärztin oder einem Hautarzt beraten.
Was tun gegen Dehnungsstreifen an den Oberschenkeln?
An den Oberschenkeln entstehen Dehnungsstreifen bei Mädchen häufig in der Pubertät, aber auch Gewichtsschwankungen können eine Ursache sein. Zur Pflege können Sie ein Öl, eine Pflanzenbutter oder eine Creme verwenden. Für eine individuelle Einschätzung wenden Sie sich an eine Hautärztin oder einen Hautarzt.
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