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Cellulite bei Kindern und Jugendlichen

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Cellulite bei Frauen ist ein häufiges Phänomen – etwa 80 bis 90 % sind davon betroffen. Bei Kindern und Jugendlichen ist sie hingegen deutlich seltener. Doch angesichts von Übergewicht bei Kindern und früher Pubertät tritt Cellulite bei jungen Mädchen immer häufiger auf. Wie ist das möglich? Und vor allem: Was kann man dagegen tun?

Das Fettgewebe bei Kindern

Bei der Geburt hat jedes Kind Fettgewebe – etwa 15 % seiner Gesamtmasse. Das ist völlig normal. Jeder Mensch wird mit einem « Fettvorrat » geboren, der dem Körper folgende Funktionen erfüllt:

  • Eine Energiereserve
  • Eine Wärmeisolation
  • Eine optimale Funktion der Vitalfunktionen, da sich einige Fettzellen in Muskel- oder Knochenzellen umwandeln können

Kinder haben daher eine bestimmte Anzahl von Präadipozyten, die im ersten Jahr stabil bleibt – diese Zellen vermehren sich nicht, sondern vergrößern sich nur (Hypertrophie). Danach und bis zur Pubertät vermehren sie sich kontinuierlich (Hyperplasie). In der Pubertät « explodiert » ihre Anzahl unter dem Einfluss von Sexualhormonen – Testosteron bei Jungen, Östrogene bei Mädchen.

Östrogene stimulieren daher die Entwicklung von subkutanem Fett (Adipogenese) in der Brust, an den Hüften, am Gesäß und an den Oberschenkeln, während Testosteron und Androgene die Entwicklung von Adipozyten im Bauchbereich fördern.

In diesem entscheidenden Moment kann Cellulite auftreten, aber junge Mädchen sind anfälliger dafür als junge Jungen. Dies lässt sich durch mehrere Faktoren erklären:

  • Das pubertäre Mädchen ist fortpflanzungsfähig. Der weibliche Körper ist von Natur aus dafür ausgelegt, « Fettreserven » im Falle einer Schwangerschaft anzulegen.
  • Die Struktur des Fettgewebes unterscheidet sich zwischen Mädchen und Jungen, daher ist weibliche Cellulite sichtbar.
  • Die Anzahl der Adipozyten ist bei Mädchen höher.
  • Die Haut von Jungen ist dicker.

In welchem Alter tritt Cellulite bei Jugendlichen auf?

Es gibt keine universelle Antwort auf diese Frage. 90 % der Frauen haben Cellulite, aber sie ist nicht bei allen Frauen in einem vorbestimmten Alter sichtbar. Es hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Der genetische Faktor: Wenn die Mutter (oder Großmutter) des Mädchens in der Jugend Cellulite hatte, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich das Phänomen wiederholt (danke Mama!). Das Gleiche gilt für venöse und lymphatische Insuffizienz, die ein begünstigender Faktor für Cellulite ist.
  • Die Hormonaktivität: Sie ist individuell unterschiedlich. Wenn das Mädchen jedoch starken Hormonschwankungen mit hohen Östrogenspitzen ausgesetzt ist, wird es eher zu Cellulite neigen.
  • Die Ernährungsgewohnheiten: Eine Ernährung, die reich an Zucker, gesättigten Fetten und Salz ist, kann auch bei Jugendlichen erhebliche Auswirkungen haben. Eine zu reichhaltige und unausgewogene Ernährung kann zur Entwicklung von Cellulite führen (lipidisch bei Zucker- und Fettüberschuss, wässrig bei Salzüberschuss).
  • Die körperliche Aktivität: Bewegungsmangel ist ein begünstigender Faktor für Übergewicht und Cellulite – sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen.

Cellulite ist daher ein multifaktorielles Phänomen – ob man ein junges Mädchen oder eine Frau ist!

Wie bekämpft man Cellulite bei Kindern?

1- Die Ernährung

: Zunächst ist es wichtig – ohne das Kind zu sehr zu kontrollieren – eine Ernährungsumstellung vorzunehmen. Wenn die Ernährung chaotisch ist und aus gesättigten Fetten und viel Zucker besteht, ist es wichtig, das zu korrigieren – schon in jungen Jahren. Zudem: Gute Essgewohnheiten aus der Kindheit bleiben oft ins Erwachsenenalter bestehen. Daher ist es wichtig, dem Kind/Jugendlichen – ohne zu viel Frustration zu schaffen – eine ausgewogene Ernährung anzubieten, die sein Wachstum fördert und ein normales Gewicht erhält:

  • Obst und Gemüse bei jeder Mahlzeit
  • Milchprodukte, die zu gesundem Knochenwachstum beitragen
  • Komplexe Kohlenhydrate für Energie und Gehirngesundheit
  • Ausreichend Proteine für die Entwicklung der Muskulatur
  • Eisenreiche Lebensmittel, da 25 % der menstruierenden Mädchen anämisch sind
  • Ausreichend Flüssigkeitszufuhr hauptsächlich durch Wasser

Gelegentliche Süßigkeiten oder ein Burger werden keine Cellulite verursachen! Es geht einfach darum, dass Fast-Food, minderwertige Lebensmittel (Fertiggerichte, Toastbrot, Aufstriche…) und zuckerhaltige Getränke nicht zum täglichen Speiseplan des Kindes gehören. So vermeiden wir eine Zunahme der Adipozytenzahl und damit die Risiken von Übergewicht und Cellulite.

2- Sport

Es ist wichtig, dass Jugendliche regelmäßig körperlich aktiv sind. Sport ermöglicht es dem Kind:

  • Seine motorischen Fähigkeiten zu entwickeln: Koordination, Gleichgewicht und Flexibilität.
  • Sein Herz, seine Atemkapazität und Knochendichte zu stärken.
  • Übergewicht und bei jungen Mädchen das Auftreten von vorzeitiger Cellulite zu verhindern.
  • Seine mentale und emotionale Gesundheit zu stärken.

Es ist daher ratsam, das Kind zum Sport zu ermutigen – ihm zu helfen, eine Aktivität zu wählen, die es liebt und in der es aufblüht.

3- Hormonelles Gleichgewicht

Bei jungen Mädchen ist es wichtig, das Ende des Wachstums – also der Pubertät – abzuwarten, bevor man sich mit möglicher Cellulite befasst. Solange das hormonelle Gleichgewicht nicht erreicht ist, ist es schwierig, eine Prognose zu stellen oder einen « Anti-Cellulite-Plan » zu entwerfen. Sobald das hormonelle Gleichgewicht erreicht ist – mit einem relativ stabilen Menstruationszyklus – kann man ein Gespräch mit dem Hausarzt oder einen ersten Besuch beim Gynäkologen in Betracht ziehen. Der Gesundheitsfachmann kann den Zustand der Cellulite beurteilen (falls vorhanden) oder Lösungen vorschlagen, um ihr Auftreten zu begrenzen.

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