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Warum kann sich Cellulite in den Wechseljahren verschlimmern?

Warum kann sich Cellulite in den Wechseljahren verschlimmern?
Inhaltsverzeichnis

Die Cellulite und die Wechseljahre gehören zu den Themen, die Frauen am meisten beschäftigen. Neben den anderen Beschwerden, die die Wechseljahre mit sich bringen können, scheinen sie auch die Entstehung von Cellulite zu begünstigen. Warum kann sich Cellulite in dieser Lebensphase verstärken? Wo kann sie in dieser Zeit auftreten (Bauch, Oberschenkel, Arme …)? Welche Gewohnheiten können Sie in Ihren Alltag einbauen? Hier finden Sie unsere Antworten.

Wechseljahre und Cellulite: Was genau sind diese Phänomene?

Der Zusammenhang zwischen Cellulite und den Wechseljahren liegt darin, dass das eine das andere tendenziell verstärkt.

Die Cellulite oder Lipodystrophie ist eine lokal begrenzte Entzündung der Haut, die sich durch Schwellungen bemerkbar macht. Sie entsteht durch die Überlastung der Fettzellen (Adipozyten), deren Aufgabe es ist, Fett und Wasser unter der Haut zu speichern. Diese Überlastung führt dann zur Bildung von Dellen (Fett- oder Wasseransammlungen), die der Cellulite ihr „Orangenhaut“-Aussehen verleihen. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, was Cellulite ist, lesen Sie unser Dossier zum Thema.

Die Menopause bezeichnet wiederum die Lebensphase einer Frau, in der ihre Eierstöcke keine Hormone mehr produzieren: Östrogene und Progesteron. Östrogene sind vor allem für ihre Wirkung auf die Fortpflanzungsfunktionen der Frau bekannt, spielen aber auch eine wichtige Rolle für die Physiologie der Haut. Sie fördern die Synthese, Reifung und Erneuerung von Kollagen, einem natürlichen Protein, das für die Qualität der Haut von zentraler Bedeutung ist. Kollagen trägt unter anderem zu Folgendem bei:

  • zur Festigkeit und Elastizität der Haut;
  • zu ihrer Feuchtigkeitsversorgung.

Was ist der Zusammenhang zwischen Cellulite und den Wechseljahren?

Cellulite und Wechseljahre bilden für Frauen eine heikle Kombination. Die Menopause ist, wie wir bereits gesehen haben, durch die Abnahme und das Ende der Produktion von Sexualhormonen, insbesondere von Östrogenen, gekennzeichnet. Dadurch entfällt ihr Einfluss auf Struktur und Beschaffenheit der Haut – und die Probleme beginnen.

  • Die Feuchtigkeitsversorgung der Haut nimmt ab, was die Wassereinlagerung in den Fettzellen begünstigt, die anschwellen und die Bildung von Dellen verstärken
  • Die Haut wird weniger straff und weniger elastisch, da ihre Verankerung am Muskel nachlässt. Ihre Widerstandsfähigkeit nimmt ab, und sie gibt dem Druck der Fettzellen nach, die sich nun stärker ausprägen und aggressiver werden können (1)
  • Die Regeneration der Haut verlangsamt sich und sie wird dünner; dadurch werden die durch Fett und Wasser gebildeten Dellen sichtbarer

Wo tritt Cellulite in den Wechseljahren auf?

Cellulite sitzt vor allem am Po, den Oberschenkeln, den Knien, dem Bauch und den Hüften. Mit zunehmendem Alter neigen Frauen dazu, etwas zuzunehmen. Wenn man zunimmt, vergrößert sich die Hautoberfläche, was die Entstehung von Cellulite begünstigt.

Außerdem verändert die hormonelle Umstellung um das 50. Lebensjahr die Fettverteilung im Körper. Ursprünglich hat die Frau nämlich eine gynoide Körperform, das heißt, Fett lagert sich eher im unteren Körperbereich an. Mit dem sinkenden Östrogenspiegel in den Wechseljahren verändert sich die Fettverteilung im Körper. Fett wird sich dann eher im Bauchbereich einlagern (2). Zahlreiche Studien zeigen, dass der Rückgang des Östrogenspiegels in den Wechseljahren bei Frauen eine Gewichtszunahme am Bauch begünstigt. Leider sind Cellulite und Fett sehr oft miteinander verbunden. Folglich begünstigt Fett, sobald es sich ansammelt, die Entwicklung von Cellulite.

Mehr über Cellulite am Bauch erfahren   

Cellulite an Armen, Oberschenkeln und Beinen in den Wechseljahren

Der Bauch ist nicht die einzige betroffene Zone. Die Haut wird weniger straff und weniger elastisch, wodurch Dellen an den Oberschenkeln, an den Beinen und an den Oberarmen – einer oft vergessenen Zone – sichtbarer werden können. Die weiter unten vorgestellten Gewohnheiten gelten für alle diese Bereiche: Bewegung, hochwertige Ernährung und regelmäßige Massagen.

Gezielte Tipps finden Sie in unseren Artikeln über Cellulite an den Armen in den Wechseljahren und über Cellulite an den Oberschenkeln.

Wie wird man Cellulite los, die durch die Wechseljahre verursacht wird?

Bewegen Sie sich regelmäßig. Sich zu bewegen und im Alltag aktiv zu bleiben, ist in jedem Alter eine gute Gewohnheit. Wenn Sie keine große Sportlerin sind, müssen Sie sich nicht zum Training zwingen. Sie können einfach im Alltag und bei Ihren täglichen Aktivitäten aktiver sein. Versuchen Sie, mehr zu gehen und nicht zu lange zu sitzen. Sie können auch zu Hause kleine, einfache Übungen machen.

Hören Sie mit dem Rauchen auf, falls das auf Sie zutrifft, denn Zigarettenrauch beeinträchtigt das Kollagen, was Cellulite beeinflussen kann.

Passen Sie Ihre Ernährung an – die Qualität der Lebensmittel, die Sie essen, ist entscheidend. Je stärker Lebensmittel verarbeitet sind, desto weniger wertvolle Nährstoffe enthalten sie, und oft sind sie reich an Salz, Fett und Zucker. Bevorzugen Sie daher möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel.

Setzen Sie auf Palper-Rouler-Massagen. Diese Massageart wird gezielt an den Stellen angewendet, an denen sich Cellulite zeigt. Die Palper-Rouler-Massage kann mit der Hand durchgeführt werden (die Bewegungen sind jedoch schwer nachzumachen) oder mithilfe einer Schröpfglocke. Studien haben sich übrigens auch mit der Palper-Rouler-Massage befasst, die mit einer Schröpfglocke durchgeführt wird (3). Die Anti-Cellulite-Schröpfglocke erzeugt einen Saugeffekt: Sie saugt die Haut an, die sich anschließend im Inneren der Schröpfglocke rollt. Wenn Sie mehr über die Anti-Cellulite-Schröpfglocke von Cellublue erfahren möchten, finden Sie alle Informationen in unserem Shop.

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Quellen und Referenzen

(1) Raine-Fenning, Nick & Brincat, Mark & Muscat Baron, Yves. (2003). Skin Aging and Menopause. American journal of clinical dermatology. 4. 371-8. 10.2165/00128071-200304060-00001. 
(2) S. R. Davis, C. Castelo-Branco, P. Chedraui, M. A. Lumsden, R. E. Nappi, D. Shah, P. Villaseca & as the Writing Group of the International Menopause Society for World Menopause Day 2012 (2012) Understanding weight gain at menopause, Climacteric, 15:5, 419-429, DOI: 10.3109/13697137.2012.707385
(3) Luebberding, Stefanie & Krueger, Nils & Sadick, Neil. (2015). Cellulite: An Evidence-Based Review. American journal of clinical dermatology. 16. 10.1007/s40257-015-0129-5.

Häufige Fragen

Wie wird man Cellulite in den Wechseljahren los?

Eine Patentlösung gibt es nicht. Folgende Gewohnheiten lassen sich in den Alltag einbauen: sich regelmäßig bewegen, wenig verarbeitete Lebensmittel bevorzugen, mit dem Rauchen aufhören und die betroffenen Bereiche mit der Palper-Rouler-Technik massieren, mit der Hand oder mit einer Schröpfglocke. Diese einfachen Gewohnheiten können Sie in Ihrem eigenen Tempo und ganz nach Lust und Laune in Ihren Alltag einbauen.

Warum setzt sich Cellulite in den Wechseljahren am Bauch fest?

Mit dem sinkenden Östrogenspiegel verändert sich die Fettverteilung. Vor den Wechseljahren lagert sich Fett eher im unteren Körperbereich an, danach eher am Bauch. Da Cellulite und Fett oft miteinander verbunden sind, ist der Bauch in dieser Lebensphase häufiger betroffen.

Kann Cellulite schon in der Perimenopause auftreten?

Jede Frau erlebt diese Phase anders. Bei Fragen zu Ihren Hormonen oder zu Ihrem Befinden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Die Alltagsgewohnheiten (Bewegung, bewusste Ernährung, nicht rauchen, Massagen) können Sie in jedem Alter übernehmen, ohne bis zu den Wechseljahren zu warten.

Hat eine Hormonersatztherapie in den Wechseljahren Einfluss auf Cellulite?

Die Hormonersatztherapie ist eine medizinische Frage, die von Frau zu Frau unterschiedlich zu beantworten ist. Ob sie für Sie infrage kommt und was Sie davon erwarten können, besprechen Sie am besten mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Frauenärztin. Alltagsgewohnheiten wie Bewegung oder Massagen können Sie parallel dazu pflegen.

Ist Cellulite ab 50 unvermeidlich?

Jede Frau ist anders. Die hormonelle Umstellung um das 50. Lebensjahr verändert die Haut und die Fettverteilung, wodurch Cellulite sichtbarer werden kann. Aktiv bleiben, auf eine hochwertige Ernährung achten und die Haut regelmäßig massieren sind gute Gewohnheiten für diese Lebensphase.

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