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Vibrationsplatte und Cellulite: Was sagen die Studien?

Vibrationsplatte und Cellulite: Was sagen die Studien?
Inhaltsverzeichnis

Sie haben dieses merkwürdige Gerät bestimmt schon einmal in Ihrem Fitnessstudio gesehen. Die Vibrationsplatte, oft auch Rüttelplatte oder Vibrationstrainer genannt, ist bei Sportlerinnen und Sportlern sehr beliebt. Aber auch Menschen, die etwas für ihre Figur tun möchten, nutzen sie gern. Doch was dürfen Sie sich von ihr bei Cellulite erwarten? Funktionsweise, Gerätetypen, Einstellungen, Studienlage, Vorsichtsmaßnahmen und sinnvolle Ergänzungen: ein genauerer Blick auf dieses … vibrierende Gerät!

Was ist eine Vibrationsplatte?

Die Vibrationsplatte, auch Vibrationsboard genannt, ist ein Fitnessgerät. Sie wird hauptsächlich eingesetzt, um den Körper zu trainieren und zu kräftigen. Seit einigen Jahren interessieren sich auch Menschen dafür, die etwas für ihre Figur tun möchten. Achten Sie dabei jedoch auf die typischen Fehler, die passieren, wenn man auf seine Linie achtet. Entsprechend ist dieses Gerät heute in vielen Fitnessstudios, in physiotherapeutischen Praxen und in bestimmten Wellnessbereichen zu finden.

Die Vibrationsplatte wurde ursprünglich in den 1970er-Jahren von russischen Wissenschaftlern entwickelt, um Kosmonauten nach Aufenthalten im Weltall beim Wiederaufbau der Muskelmasse zu unterstützen. Ende der 1990er-Jahre entdeckte ein Sporttrainer das Potenzial der Technologie für den Fitnessbereich. Er machte daraus ein Werkzeug zur Muskelstimulation und brachte die Vibrationsplatte in großem Maßstab auf den Markt.

Heute gibt es zwei Arten von Vibrationsplatten:

  • Die klassische Vibrationsplatte, bestehend aus einer Plattform, die sich auf einer vertikalen Achse auf und ab bewegt (vertikale Vibrationen).
  • Die Oszillationsplatte, deren Plattform um eine zentrale Achse schwingt – eine Seite der Plattform hebt sich, während die andere absinkt, und umgekehrt. Diese Bewegung trainiert das Gleichgewicht.

Die erste Variante ist die am häufigsten verwendete und verbreitetste.

Eine Vibrationsplatte besteht in der Regel aus einer Trainingsplattform mit eingebautem Motor, an der eine Säule befestigt ist. Oben an der Säule befinden sich ein Lenker zum Festhalten während der Übungen sowie eine Konsole zur Einstellung von Frequenz und Intensität der Vibrationen.

Wie funktioniert eine Vibrationsplatte?

Vibrationsplatte und Cellulite: Was sagen die Studien?

Das Prinzip ist einfach: Vibrationen unterschiedlicher Intensität destabilisieren den Körper und zwingen die Muskeln, für das Gleichgewicht zu arbeiten. Die Intensität der Vibrationen hängt von zwei Faktoren ab:

  • Die Frequenz: die Anzahl der Vibrationen der Plattform pro Sekunde. Eine Frequenz von 50 Hz (Hertz) bedeutet beispielsweise, dass die Plattform 50 Vibrationen pro Sekunde ausführt.
  • Die Amplitude: der Abstand zwischen der Ausgangsposition der Plattform und ihrer maximalen Auslenkung während der Vibration oder Oszillation. Eine Oszillationsplatte bietet aufgrund ihrer Bauweise eine größere Amplitude als eine Standard-Vibrationsplatte.

Die Intensitätseinstellung variiert je nach Ziel und gewünschtem Effekt:

  • Niedrige Frequenz (10 bis 30 Hz): Entspannung, Muskelrehabilitation.
  • Hohe Frequenz (30 bis 60 Hz): Muskelkräftigung, Muskelaufbau.
  • Eine große Amplitude lässt die Vibrationen intensiver und weitreichender im Körper wirken.

Was den Vibrationstyp betrifft:

  • Klassische Vibrationen (vertikal) beanspruchen die gesamte Muskulatur und werden in der funktionellen Rehabilitation eingesetzt.
  • Oszillationsvibrationen beanspruchen nur die untere Körperhälfte (Beine, Oberschenkel, Gesäß).

Kann die Vibrationsplatte gegen Cellulite eingesetzt werden?

Vibrationsplatte und Cellulite: Was sagen die Studien?

1- Was die Studien sagen

Die Hersteller von Vibrationsplatten haben zahlreiche Studien in Auftrag gegeben, um die Wirksamkeit des Geräts hinsichtlich der Körperzusammensetzung (Fett- und Muskelmasse), der Durchblutung sowie der Muskelkondition und -regeneration zu belegen. Studien zu den Vorteilen dieses Geräts speziell bei Cellulite sind jedoch nicht zu finden.

Dennoch bleibt die Vibrationsplatte in erster Linie ein Trainingsgerät:

  • Ein Gefühl wie bei einer Massage: Viele empfinden die Vibrationen wie eine Massage und beschreiben sie auch so. Darüber hinaus simuliert die Oszillationsplatte die Gehbewegung (lesen Sie dazu auch unseren Artikel über Cellulite und schwere Beine).
  • Muskeltraining: Vibrationen in Kombination mit gezielten Körperhaltungen im Rahmen eines Widerstandstrainings beanspruchen die Muskeln.

Bekanntlich entsteht Cellulite durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, wobei Hormone, Lebensstil und Veranlagung eine Rolle spielen. Da Studien speziell zu Cellulite fehlen, können wir keine Wirkung der Vibrationsplatte auf Orangenhaut versprechen. Die Vibrationsplatte bleibt eine Ergänzung zu regelmäßiger Bewegung. Mehr zur Fetteinlagerung in den Adipozyten (subkutane Fettzellen) lesen Sie in unserem Artikel über die Lipolyse.

2- Vibrationsplatte und Cellulite: richtig anwenden

Die Vibrationsplatte war ursprünglich ein medizinisches Gerät. Sie ist am wirksamsten, wenn eine Physiotherapeutin oder ein Physiotherapeut Sie dabei begleitet. Die Einstellungen der Maschine und die Körperhaltungen auf der Plattform spielen nämlich eine entscheidende Rolle. Ohne professionelle Begleitung bringt das Training auf der Vibrationsplatte daher wahrscheinlich wenig. Es könnte sogar den Bewegungsapparat belasten. Hinzu kommt: Für Schwangere, für Menschen mit Bluthochdruck, Migräne oder Epilepsie, für Trägerinnen einer Spirale und für Träger eines Herzschrittmachers wird die Vibrationsplatte nicht empfohlen.

Außerdem kann eine Einheit auf der Vibrationsplatte keinen 30-minütigen Lauf ersetzen. Die körperliche Anstrengung beim Sport wirkt ganzheitlich und natürlich auf den Körper. Ergänzend ist es sinnvoll, die Einheiten auf der Vibrationsplatte mit Cardio-Training zu kombinieren, etwa mit Laufen, Nordic Walking, Schwimmen oder Radfahren.

Schließlich sollte die Nutzung der Vibrationsplatte Teil eines ganzheitlichen Lebensstils sein und von einer gesunden Ernährungsweise begleitet werden. Sie lässt sich auch mit einer Anti-Cellulite-Pflegeroutine kombinieren, mit Massagen und gezielten Behandlungen!

Vibrationsplatte bei Cellulite: Was ist von Vorher-Nachher-Bildern zu halten?

Im Internet stoßen Sie sicher auf Vorher-Nachher-Bilder zur Vibrationsplatte bei Cellulite. Denken Sie daran: Es gibt keine Studien zu den Vorteilen dieses Geräts bei Cellulite. Die Bilder verraten auch nichts über die Routine der jeweiligen Person. Wie oft hat sie trainiert? Wurde sie von einer Physiotherapeutin oder einem Physiotherapeuten begleitet? Wie viel Sport hat sie zusätzlich getrieben, wie hat sie sich ernährt, welche Pflege hat sie verwendet?

Vergleichen Sie Ihre Figur also besser nicht mit der anderer Menschen. Gehen Sie in Ihrem eigenen Tempo vor, mit Geduld und Regelmäßigkeit, und hören Sie auf Ihren Körper.

Elektrostimulation – sanfter als die Vibrationsplatte

Es gibt weitere Technologien zur Pflege der Haut bei Cellulite. Ein Beispiel ist die Elektrostimulation. Diese Technik ermöglicht es:

  • Den Muskeltonus zu trainieren. Durch die elektrischen Impulse ziehen sich die Muskeln zusammen, ohne dass Sie sie selbst anspannen müssen.
  • Die körperliche Aktivität zu ergänzen. Die Elektrostimulation ersetzt den Sport nicht, kann ihn aber ergänzen.

Sie können also eine Anti-Cellulite-Routine in Betracht ziehen, die einige Einheiten auf der Vibrationsplatte mit Elektrostimulations-Behandlungen zu Hause verbindet. Das ist heute dank unserer elektrischen Cellulite-Saugglocke möglich, die zwei Technologien vereint:

  • Die LIPO-Funktion, die das Palper-Rouler-Massage-Verfahren mechanisch nachahmt. Die elektrische Saugglocke saugt die Haut sanft an, während die Rollen die Haut massieren.
  • Die EMS-Funktion, die die Muskeln elektrisch stimuliert. Die elektrische Saugglocke ist mit kleinen Elektroden ausgestattet. Keine Sorge – das ist nicht schmerzhaft!

Wie sich die Anwendung bei Cellulite anfühlt, ist nicht bei allen Frauen gleich, sondern eine Frage des persönlichen Empfindens: Beginnen Sie behutsam und steigern Sie nach und nach.

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Häufige Fragen

Welche Übungen kann man auf einer Vibrationsplatte machen?

Die Körperhaltungen auf der Plattform und die Einstellungen des Geräts spielen eine große Rolle. Am sichersten ist es, sich die passenden Übungen von einer Physiotherapeutin oder einem Physiotherapeuten zeigen zu lassen. Ergänzend können Sie Cardio-Training betreiben, zum Beispiel Laufen, Nordic Walking, Schwimmen oder Radfahren. Mehr dazu lesen Sie im Abschnitt „Vibrationsplatte und Cellulite: richtig anwenden“.

Wie benutzt man eine Vibrationsplatte richtig?

Über die Konsole stellen Sie Frequenz und Intensität der Vibrationen ein. Am Lenker halten Sie sich während der Übungen fest. Welche Einstellungen sinnvoll sind, hängt von Ihrem Ziel ab. Mehr dazu lesen Sie im Abschnitt „Wie funktioniert eine Vibrationsplatte?“. Idealerweise lassen Sie sich bei der Wahl von Einstellungen und Körperhaltungen von einer Physiotherapeutin oder einem Physiotherapeuten begleiten.

Ist eine Vibrationsplatte für jeden geeignet?

Nicht unbedingt. In mehreren Situationen wird von der Nutzung abgeraten, zum Beispiel in der Schwangerschaft. Haben Sie Zweifel an Ihrem Gesundheitszustand, nehmen Sie Medikamente ein oder haben Sie gesundheitliche Beschwerden? Dann fragen Sie vor dem Training auf der Plattform eine Ärztin, einen Arzt oder eine andere medizinische Fachperson um Rat.

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