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Anti-Cellulite-Lösungen

Welche Vorteile bietet die Pressotherapie?

Welche Vorteile bietet die Pressotherapie?
Inhaltsverzeichnis

Unter den verschiedenen Behandlungen gegen Cellulite werden häufig Massagen genannt. Palper-Rouler, manuelle Lymphdrainage, Anti-Cellulite-Massage … Doch was hat es mit der Pressotherapie auf sich? Diese Technik wird in Physiotherapiepraxen häufig eingesetzt, mitunter sogar zu Hause. Hier erfahren Sie das Wichtigste: worum es sich handelt, in welchen Bereichen sie zum Einsatz kommt (darunter Cellulite), für wen sie gedacht ist, wie eine Sitzung abläuft, welche Gegenanzeigen es gibt und worauf Sie vor dem Kauf eines Geräts achten sollten.

Was ist Pressotherapie?

Dabei handelt es sich um eine paramedizinische Technik der mechanischen Drainage, deren Ziel es ist, die Durchblutung des venös-lymphatischen Systems anzuregen. Konkret werden die zu behandelnden Bereiche in ein spezielles Gerät gelegt: Stiefel (für die unteren Gliedmaßen), Manschetten (für die oberen Gliedmaßen), Panty (für Hüften und Gesäß) oder Gürtel (für den Bauchbereich). Dieses Gerät erzeugt Kompressionen und Dekompressionen, die den Kreislauf anregen. Dieser sequenzielle Druck wird sowohl in seiner Stärke als auch in seiner Frequenz an die jeweilige Symptomatik angepasst. Traditionell richtet sich die Pressotherapie an Personen mit venöser und lymphatischer Schwäche, die Wassereinlagerungen oder das Syndrom schwerer Beine verursacht. Sie wird übrigens häufig ergänzend zur manuellen Lymphdrainage eingesetzt.  Heute kommen jedoch auch andere Anwendungsbereiche hinzu. So wird die Pressotherapie zu ästhetischen Zwecken oder zur Regeneration (bei Sportlern) eingesetzt.

Welche Anwendungsbereiche hat die Pressotherapie?

1-  Venenschwäche

Pressotherapie an den Beinen

Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, von der vor allem Frauen betroffen sind, Männer jedoch nicht verschont bleiben. Sie ist auf eine Veränderung der Venenwand zurückzuführen, wodurch das Blut nicht ausreichend zum Herzen zurückfließt. So sammelt sich das Blut in den unteren Gliedmaßen an und verursacht Schmerzen und ein Schweregefühl. Die Symptome sind unterschiedlich, nehmen jedoch im Verlauf zu: schwere Beine, Besenreiser, Ödeme, Hautveränderungen, venöse Geschwüre, Wunden bis hin zur Phlebitis.  Bei schweren Beinen zeigt sich die Symptomatik durch:

  • Schwellungen der Beine
  • Kribbeln und Taubheitsgefühle (Parästhesien)
  • Juckreiz und Rötungen
  • Krämpfe
  • Sichtbare Anzeichen wie Teleangiektasien (kleine geplatzte Äderchen), Krampfadern oder sogar variköse Geschwüre.

Venenschwäche kann angeboren sein, doch auch Bewegungsmangel, hormonelle Schwankungen, Hitze und das Alter können sie begünstigen.

Die Pressotherapie wird in diesem Fall häufig angeboten: Der sequenzielle Druck des Geräts begleitet den venösen Rückfluss, also den Rücktransport des Blutes zum Herzen.

2- Lymphinsuffizienz

Pressotherapie-Anzug an den Beinen

Parallel zum venösen Netzwerk, das den Bluttransport durch den Körper übernimmt, gibt es ein zweites Gefäßsystem: das Lymphsystem.  Es transportiert die Lymphe, eine durchsichtige Flüssigkeit, die aus dem Blutplasma stammt. Die Lymphe übernimmt eine immunologische Funktion und trägt zur „Reinigung“ des Organismus bei, da sie organische Abfallstoffe (interstitielle Flüssigkeit, Zelltrümmer, Toxine …) zu den Lymphknoten transportiert, wo sie gefiltert werden.  Anders als das venöse System, das durch das Herz stimuliert wird, verfügt das Lymphsystem über keine Pumpe, die es antreibt. Daher kann es vorkommen, dass der Lymphfluss verlangsamt ist: Das bezeichnet man als Lymphinsuffizienz. Sie verursacht Symptome wie Schwellungen, vorübergehende Ödeme, Wassereinlagerungen, bis hin zum Lymphödem.

Die Pressotherapie hat daher das Ziel, den Lymphfluss wieder anzuregen. Die Massage durch Kompressionen und Dekompressionen soll die Zirkulation der Lymphe zu den Lymphknoten begleiten.

3- Regeneration nach körperlicher Belastung

Pressotherapie nach dem Sport

Physiotherapeuten und Sportmediziner setzen Pressotherapie immer häufiger ein, um die Regeneration bei Sportlern zu erleichtern:

  • Sport führt unter anderem zu einem Überschuss an Milchsäure im Körper. Es ist Aufgabe der Lymphe, diese abzutransportieren.
  • Außerdem werden die Muskeln über das Blut mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, was ihre Regeneration unterstützt.

Die Pressotherapie wird daher in manchen Zentren zur Erholung nach dem Training angeboten (lesen Sie dazu auch unseren Artikel über die durch intensive sportliche Belastung entstehenden Abfallstoffe im Körper). Viele Menschen beschreiben die Sitzung zudem als einen Moment der Entspannung.

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4- Pressotherapie und Cellulite

Welche Vorteile bietet die Pressotherapie?

Ein letzter Anwendungsbereich der Pressotherapie: Cellulite. Aber Vorsicht, die Technik kommt nur bei einer Art von Cellulite infrage, nämlich bei ödematöser Cellulite. Diese hängt mit Wassereinlagerungen zusammen, was ihr ödematöses Erscheinungsbild erklärt. Sie entsteht durch einen Überschuss an interstitieller Flüssigkeit im Bindegewebe. Im Kosmetikbereich wird die Pressotherapie mit ihren Kompressionen und Dekompressionen angeboten, wenn die Cellulite mit einem geschwollenen Erscheinungsbild oder den damit manchmal verbundenen Beschwerden (Spannungsgefühl, Schweregefühl) einhergeht. Das Empfinden ist allerdings von Person zu Person unterschiedlich.

Für wen ist Pressotherapie geeignet?

Die Technik richtet sich vor allem an Personen mit venöser und/oder lymphatischer Insuffizienz. Deshalb wird sie in einem medizinischen oder paramedizinischen Rahmen angewendet: in der Gefäßmedizin (Angiologie) oder in der Physiotherapiepraxis. In diesem genau definierten Rahmen werden die Sitzungen von einem Arzt verordnet und somit von der Sozialversicherung übernommen.

Wenn sie der sportlichen Regeneration dient, wird sie vor allem in sportmedizinischen Praxen durchgeführt oder von einem Physiotherapeuten angewendet. Eine Kostenübernahme durch die Krankenversicherung ist nicht garantiert, insbesondere wenn die Sitzungen als „Komfortbehandlung“ eingestuft werden.

Schließlich wird die Pressotherapie zu ästhetischen Zwecken nur selten übernommen, es sei denn, die Cellulite wird aus gesundheitlicher Sicht als stark beeinträchtigend eingestuft – was äußerst selten ist. In diesem Fall finden die Pressotherapie-Sitzungen in einer Praxis für ästhetische Medizin oder gegebenenfalls in einem Institut statt, vorausgesetzt natürlich, das Personal ist entsprechend in Lymphdrainage-Techniken geschult und verfügt über zugelassene Geräte.

Wie läuft eine Pressotherapie-Sitzung ab?

Pressotherapie-Sitzung

In der Regel werden die zu behandelnden Bereiche vorher mit einer Creme oder Lotion eingerieben. Anschließend werden Beine, Arme oder Taille in das passende Gerät gelegt – Stiefel für die Beine, Manschetten für die Arme, ein Gürtel für den Bauchbereich. Das Gerät ist mit voneinander unabhängigen Luftkammern gepolstert und an ein Luftdrucksystem angeschlossen. Nach und nach wird in einem genau festgelegten Rhythmus Luft in die einzelnen Kammern geleitet: Sie füllen sich nacheinander und üben Druck auf die behandelte Zone aus. Eine Sitzung dauert typischerweise zwischen 15 und 30 Minuten und wird im Allgemeinen als nicht schmerzhaft beschrieben. Abschließend sei erwähnt, dass die Sitzungen bei ödematöser Cellulite, Wassereinlagerungen oder Venenschwäche in der Regel regelmäßig wiederholt werden – ganz gleich, ob es Ihnen um das Erscheinungsbild der Haut geht (siehe unsere Tipps für festere Haut) oder um mehr Wohlbefinden im Alltag.

Und wie funktioniert Pressotherapie am Bauch?

Für den Bauchbereich kommt weder ein Stiefel noch eine Manschette zum Einsatz, sondern ein Gürtel. Der Ablauf der Sitzung bleibt derselbe: Der Gürtel ist an ein Luftdrucksystem angeschlossen, und seine Kammern füllen sich nach und nach in einem festgelegten Rhythmus, sodass nacheinander Druck auf die Taille ausgeübt wird.

Bevor Sie loslegen – ob in einer Praxis oder zu Hause –, lesen Sie bitte die folgende Liste der Gegenanzeigen aufmerksam durch. Fragen Sie im Zweifelsfall, insbesondere während der Schwangerschaft oder bei gesundheitlichen Problemen, einen Arzt um Rat.

Welche Gegenanzeigen gibt es bei der Pressotherapie?

Die Technik ist dringend nicht empfohlen für:

  • Personen mit Herzerkrankungen
  • Personen mit Ateminsuffizienz
  • Personen mit Niereninsuffizienz, Diabetes, Tumoren, unbehandeltem Bluthochdruck, Venenthrombose oder nachgewiesenem Phlebitisrisiko
  • Personen mit offenen Wunden oder Abszessen
  • Schwangere Frauen – Pressotherapie mit sehr niedrigem Druck kann bei schweren Beinen jedoch toleriert werden
  • Während der Menstruation

Wie sieht es mit Pressotherapie zu Hause aus?

Es ist möglich, ein Gerät für die Pressotherapie zu erwerben und die Sitzungen selbst zu Hause durchzuführen. Dennoch wird dringend empfohlen, die Qualität des Geräts sorgfältig zu prüfen:

  • Es muss CE-zertifiziert sein
  • Der Druck muss progressiv und kontinuierlich sein
  • Es sollte verschiedene Pumpprogramme bieten
  • Es sollte über das Zubehör verfügen, das Sie benötigen: den Anschluss, den Verbindungsschlauch, die erforderlichen Verlängerungen je nach zu behandelnder Zone

Häufige Fragen

Was ist Pressotherapie – kurz erklärt?

Es handelt sich um eine paramedizinische Technik, bei der ein Körperbereich in ein mit Luft befülltes Gerät (Stiefel, Manschetten, Panty oder Gürtel) gelegt wird, das abwechselnd Kompressionen und Dekompressionen ausübt. Wie das genau funktioniert, lesen Sie im Abschnitt „Was ist Pressotherapie?“.

Was bringt Pressotherapie?

Sie wird in verschiedenen Bereichen angeboten: im medizinischen und paramedizinischen Umfeld, zur Regeneration bei Sportlern sowie im Kosmetikbereich bei wässriger Cellulite. Das Empfinden ist von Person zu Person unterschiedlich. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder eine medizinische Fachkraft.

Tut eine Pressotherapie-Sitzung weh?

Die Sitzung wird im Allgemeinen als schmerzfrei beschrieben, das Empfinden kann jedoch individuell verschieden sein. Sollten Sie sich unwohl fühlen, brechen Sie die Sitzung ab und holen Sie den Rat eines Arztes oder einer medizinischen Fachkraft ein.

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