Unter den zahlreichen Anti-Cellulite-Trends erfreuen sich natürliche Methoden wachsender Beliebtheit. Sogar altbewährte Hausmittel, die als günstig und effektiv gelten, erleben eine Renaissance. Der Peeling-Handschuh feiert sein großes Comeback im Badezimmer! Doch ist er wirklich wirksam gegen Cellulite? Und welche allgemeinen Schönheits- und Gesundheitsvorteile bietet seine Anwendung?
Was ist ein Peeling-Handschuh?
Es handelt sich um ein Dusch- und Pflegezubehör, das seit Jahrhunderten verwendet wird (bereits in der Antike als Hygieneartikel!), hauptsächlich zur Hautexfoliation. Ursprünglich war der Peeling-Handschuh ein Waschhandschuh aus Naturhaar (häufig Pferdehaar). Heute gibt es ihn auch aus synthetischen Fasern sowie aus Naturfasern – Luffa, Ramie, Sisal, Palme, Hanf … Seine Anwendung, trocken oder unter der Dusche, ermöglicht es, die Haut zu peelen und abgestorbene Hautzellen zu entfernen. So behandelt wird sie weicher und nimmt feuchtigkeitsspendende und/oder nährende Pflegeprodukte besser auf.
Die Haut ist, wie andere Organe des Körpers, ein Ausscheidungsorgan. Sie hat zwar eine Schutzfunktion, aber auch eine Exkretionsfunktion (Schweiß, Talgabsonderung). Zudem wird die Haut in der Dermis (der Hautschicht unterhalb der Epidermis) von einem Venennetz durchzogen, das sie mit Wasser, Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und über die Lymphe Abfallstoffe und Toxine abtransportiert (Aufgabe der Lymphknoten). Die Anwendung des Peeling-Handschuhs entfaltet daher eine doppelte Wirkung: Sie fördert die Exkretionsfunktion der Haut, indem sie die Poren entstopft, und regt gleichzeitig die Zirkulation der lebenswichtigen Flüssigkeiten (Blut, Lymphe, Wasser) an.
Welche Vorteile bietet die Anwendung des Peeling-Handschuhs?

Bei richtiger Anwendung (dazu kommen wir gleich!) bietet der regelmäßige Einsatz eines Peeling-Handschuhs große Vorteile für die Haut und sogar für die Gesundheit:
- Wie bereits erwähnt, ermöglicht das Bürsten mit dem Peeling-Handschuh, die Poren zu entstopfen und die Ausscheidungsfunktion der Haut wiederherzustellen. Sie atmet besser und wirkt strahlender.
- Er ist auch nützlich, um die Haut auf die Haarentfernung vorzubereiten, da seine raue Textur die Haare aufrichtet und die Haarfollikel befreit. Außerdem beugt er eingewachsenen Haaren vor, die schmerzhaft sein und Rötungen verursachen können (sogenannte Erdbeer-Haut).
- Die Anwendung des Peeling-Handschuhs hilft, die venös-lymphatische Zirkulation anzuregen, durch mechanische Reibung. Sie wird daher Personen empfohlen, die unter schweren Beinen leiden.
- Die Reibungen mit dem Peeling-Handschuh haben eine straffende Wirkung auf die Haut, da das Bindegewebe aus elastischen Fasern stimuliert wird. Er ist daher wirksam, um dem Erschlaffen der Haut entgegenzuwirken (dem unschönen Effekt der hängenden Haut !).
- Massagen mit dem Peeling-Handschuh regen den Lymphfluss an und helfen so, Abfallstoffe und Toxine aus dem Körper auszuleiten. Voraussetzung ist natürlich eine korrekte Ausführung, d. h. in Richtung der Lymphknoten.
- Eine regelmäßige und sachgemäße Anwendung des Peeling-Handschuhs kann auch positive Auswirkungen auf die Cellulite haben. Die Massage stimuliert die Entleerung der Adipozyten, fördert die Ausleitung von eingelagertem Wasser (das bekannte Wassereinlagerungsproblem) und strafft das Bindegewebe (für weniger Fibrose). So wirkt sie direkt auf alle Cellulite-Typen: wässrige (bedingt durch Wassereinlagerungen), fettige (bedingt durch übermäßige Fettansammlungen) und fibröse (bedingt durch Fibrose).
- Schließlich fördern die Bürstungen mit dem Peeling-Handschuh die Muskelentspannung und reduzieren so Stress. Der Peeling-Handschuh stimuliert sanft Muskeln, Sehnen, Nerven und Gewebe und ermöglicht so eine tiefe Körperentspannung.
Ein weiterer Vorteil des Peeling-Handschuhs, vor allem wirtschaftlicher Natur: Er ersetzt hervorragend Körperpeeling -Produkte. Einmal angeschafft, spart man sich so manches Fläschchen Peeling!
Peeling-Handschuh und Cellulite: Wie geht man vor?

1- Anwendungshäufigkeit
Achtung: Der Peeling-Handschuh kann empfindliche Haut reizen. Seine etwas raue Textur kann irritierend wirken. Daher ist es unbedingt ratsam, ihn nur ein- bis zweimal pro Woche zu verwenden, nicht öfter. Bei täglicher Anwendung riskiert man das Gegenteil des gewünschten Effekts: Schwächung der Hautbarriere, Beeinträchtigung des Hydrolipidfilms, gereizte Blutgefäße (die sogar platzen können, mit der Entstehung von Teleangiektasien).
2- Anwendung
Obwohl manche ihren Peeling-Handschuh für ein Trockenpeeling verwenden, empfehlen Dermatologen eher die Anwendung unter der Dusche, am besten gegen Ende. Es empfiehlt sich außerdem, lauwarmes bis kühles Wasser zu bevorzugen: Die durch heißes Wasser verursachte Vasodilatation kann Mikrotraumata der Blutgefäße begünstigen.
Die Massage mit dem Peeling-Handschuh sollte nach einer bestimmten Technik erfolgen. Die Bewegungen sollten fest und energisch, aber nicht zu stark sein, um Reizungen zu vermeiden. Die Reibungen bestehen aus kleinen Kreisbewegungen auf den von Cellulite betroffenen Zonen (Oberschenkel, Gesäß, Hüften, Bauch) sowie aus Streichbewegungen für eine gute Drainage. Das Ausstreichen erfolgt stets in Richtung Herz und Lymphknoten. Diese befinden sich:
- Am Hals (submandibulär, zervikal, submental)
- In der Achselhöhle (axillär)
- Am Brustkorb (bronchial)
- Am Bauch (aortal)
- Im Unterbauch (iliakal)
- In der Leiste (inguinal)
- Am Knie (popliteal)
So führt man den Peeling-Handschuh vom Knöchel zum Knie, vom Knie zur Leiste, vom Handgelenk zur Schulter (bei Cellulite an den Armen), von der Beckenregion zum Bauch, von der Kniekehle zu den Lendenwirbeln … und so weiter!
Manche verwenden ihren Peeling-Handschuh pur, andere mögen ihn mit Seife, Duschgel oder sogar einem Duschöl bzw. einem Anti-Cellulite-Öl (wie unserem !). Das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und Komforts! Darüber hinaus lässt sich die Anwendung des Peeling-Handschuhs mit einem Anti-Cellulite-Pflegeprodukt kombinieren, sobald die Dusche beendet und die Haut abgetrocknet ist. Unsere Crème Cellulite Cryo eignet sich hierfür hervorragend!
3- Körperzonen
Der Peeling-Handschuh kann auf allen Körperzonen angewendet werden (bei Cellulite, aber auch bei Hornhaut), mit Ausnahme der Schleimhäute, des Gesichts und der Brust. Die Haut ist dort dünn und empfindlich und bedarf besonderer Pflege. Zu beachten ist außerdem, dass die Anwendung eines Peeling-Handschuhs bei Hauterkrankungen nicht empfohlen wird: Wunden, Schnitte, Pickel, Sonnenbrand, Rötungen, Hauterkrankungen. Diese Empfehlung gilt auch für Personen mit schwerer Veneninsuffizienz oder einer Vorgeschichte von Thrombophlebitis.
Wie wählt man den richtigen Anti-Cellulite-Peeling-Handschuh?

Es ist eine Frage des persönlichen Geschmacks! Es geht darum, die bevorzugte Weichheit und Textur zu finden. Manche Materialien sind spürbar rauer als andere. Tierhaar (Pferd, Ziege, Rind) ist beispielsweise sehr fest, während bestimmte Pflanzenfasern deutlich sanfter sind. Es empfiehlt sich daher, im Geschäft verschiedene Texturen auszuprobieren, um diejenige zu finden, die am besten zum eigenen Hauttyp passt. Wer vegan lebt, greift selbstverständlich zu Handschuhen aus Naturfasern.
Darüber hinaus gibt es verschiedene Formen, je nach Verwendungszweck. Geht es nur um die Behandlung von Cellulite, ist ein klassischer Handschuh in Form eines Waschhandschuhs oder Fäustlings völlig ausreichend. Wer den gesamten Körper behandeln möchte, kann auch in einen Reiberiemen investieren: Dabei handelt es sich um einen langen Streifen aus Peeling-Material mit zwei Griffen, der es ermöglicht, schwer erreichbare Körperstellen wie den Rücken zu exfolieren. Er lässt sich aber auch bestens auf von Cellulite betroffenen Zonen einsetzen: Hüftspeck, Oberschenkel, Beine.