Die Cellulite und die Wechseljahre gehören zu den Themen, die Frauen am meisten beschäftigen. Neben den anderen Beschwerden, die sie verursachen kann, scheint die Menopause auch die Entstehung von Cellulite zu begünstigen. Warum kann in dieser Lebensphase Cellulite auftreten und wie wird man sie los?
Wechseljahre und Cellulite: Was genau sind diese Phänomene?
Der Zusammenhang zwischen Cellulite und den Wechseljahren liegt darin, dass das eine das andere tendenziell verstärkt.
Die Cellulite oder Lipodystrophie ist eine lokal begrenzte Entzündung der Haut, die sich durch Schwellungen bemerkbar macht. Sie entsteht durch die Überlastung der Fettzellen (Adipozyten), deren Aufgabe es ist, Fett und Wasser unter der Haut zu speichern. Diese Überlastung führt dann zur Bildung von Dellen (Fett- oder Wasseransammlungen), die der Cellulite ihr „Orangenhaut“-Aussehen verleihen. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, was Cellulite ist, lesen Sie unser Dossier zum Thema.
Die Menopause bezeichnet wiederum die Lebensphase einer Frau, in der ihre Eierstöcke keine Hormone mehr produzieren: Östrogene und Progesteron. Östrogene sind vor allem für ihre Wirkung auf die Fortpflanzungsfunktionen der Frau bekannt, spielen aber auch eine wichtige Rolle für die Physiologie der Haut. Sie fördern die Synthese, Reifung und Erneuerung von Kollagen, einem natürlichen Protein, das für die Haut von zentraler Bedeutung ist. Kollagen hat 3 wesentliche Wirkungen auf die Haut:
- Es verleiht ihr mehr Festigkeit und Elastizität, indem es ihre Verankerung am Muskel stärkt.
- Es fördert die Durchblutung und verbessert die Feuchtigkeitsversorgung, indem es die Wasseraufnahme in den Zellen erhöht.
- Kollagen unterstützt die Regeneration der Zellen.
Was ist der Zusammenhang zwischen Cellulite und den Wechseljahren?
Cellulite und Wechseljahre bilden für Frauen eine heikle Kombination. Die Menopause ist, wie wir bereits gesehen haben, durch die Abnahme und das Ende der Produktion von Sexualhormonen, insbesondere von Östrogenen, gekennzeichnet. Dadurch entfällt ihr Einfluss auf Struktur und Beschaffenheit der Haut – und die Probleme beginnen.
- Die Feuchtigkeitsversorgung und die Durchblutung nehmen ab, was die Wassereinlagerung in den Fettzellen begünstigt, die anschwellen und die Bildung von Dellen verstärken
- Die Haut wird weniger straff und weniger elastisch, da ihre Verankerung am Muskel nachlässt. Ihre Widerstandsfähigkeit nimmt ab, und sie gibt dem Druck der Fettzellen nach, die sich nun stärker ausprägen und aggressiver werden können (1)
- Die Regeneration der Haut verlangsamt sich und sie wird dünner; dadurch werden die durch Fett und Wasser gebildeten Dellen sichtbarer
Wo tritt Cellulite in den Wechseljahren auf?
Cellulite sitzt vor allem an Po, den Oberschenkeln, den Knien, dem Bauch und den Hüften. Mit zunehmendem Alter neigen Frauen dazu, etwas zuzunehmen. Wenn man zunimmt, vergrößert sich die Hautoberfläche, was die Entstehung von Cellulite begünstigt.
Außerdem verändert die hormonelle Umstellung um das 50. Lebensjahr die Fettverteilung im Körper. Ursprünglich hat die Frau nämlich eine gynoide Körperform, das heißt, Fett lagert sich eher im unteren Körperbereich an. Mit dem sinkenden Östrogenspiegel in den Wechseljahren verändert sich die Fettverteilung im Körper. Fett wird sich dann eher im Bauchbereich einlagern (2). Zahlreiche Studien zeigen, dass der Rückgang des Östrogenspiegels in den Wechseljahren bei Frauen eine Gewichtszunahme am Bauch begünstigt. Leider sind Cellulite und Fett sehr oft miteinander verbunden. Folglich begünstigt Fett, sobald es sich ansammelt, die Entwicklung von Cellulite.
Mehr über Cellulite am Bauch erfahren
Wie wird man Cellulite los, die durch die Wechseljahre verursacht wird?
Um Cellulite zu reduzieren, ist es wichtig, regelmäßig körperlich aktiv zu sein. Bewegung und ein aktiver Alltag helfen Ihrem Körper dabei, Fett abzubauen, die Durchblutung zu verbessern und so Cellulite zu mindern. Wenn Sie keine große Sportlerin sind, müssen Sie sich nicht zum Training zwingen. Sie können einfach im Alltag und bei Ihren täglichen Aktivitäten aktiver sein. Versuchen Sie, mehr zu gehen und nicht zu lange zu sitzen. Auch kleine, einfache Übungen zu Hause können helfen.
Hören Sie mit dem Rauchen auf, falls das auf Sie zutrifft, denn Zigarettenrauch verringert die Durchblutung und beeinträchtigt das Kollagen, was Cellulite beeinflussen kann.
Passen Sie Ihre Ernährung an – die Qualität der Lebensmittel, die Sie essen, ist entscheidend. Je stärker Lebensmittel verarbeitet sind, desto weniger wertvolle Nährstoffe enthalten sie, und oft sind sie reich an Salz, Fett und Zucker. Dadurch werden sie eher im Körper gespeichert.
Setzen Sie auf Knetrollmassagen. Diese Massageart kann gezielt und nachhaltig auf Cellulite einwirken, indem sie Fettzellen von den Kollagenfasern löst. Die Knetrollmassage hilft, überschüssiges Wasser, das für Cellulite verantwortlich ist, abzuleiten, und regt außerdem die Blut- und Lymphzirkulation an. So kann sie tief sitzende Fettansammlungen gezielt bearbeiten, die für Cellulite verantwortlich sind. Die Knetrollmassage kann mit der Hand durchgeführt werden (die Bewegungen sind jedoch schwer nachzumachen) oder mithilfe eines Schröpfcups. Studien haben sogar gezeigt, dass die Knetrollmassage wirksamer ist, wenn sie mit einem Schröpfcup durchgeführt wird (3). Der Anti-Cellulite-Cup erzeugt nämlich einen Saugeffekt und wirkt auf verschiedene Arten von Cellulite. Das Rollen der Haut im Inneren des Cups hilft, die Haut glatter und straffer erscheinen zu lassen. Wenn Sie mehr über den Ventouse Anti-Cellulite Cellublue erfahren möchten, klicken Sie hier.
Quellen und Referenzen
(1) Raine-Fenning, Nick & Brincat, Mark & Muscat Baron, Yves. (2003). Skin Aging and Menopause. American journal of clinical dermatology. 4. 371-8. 10.2165/00128071-200304060-00001.
(2) (2012) Understanding weight gain at menopause, Climacteric, 15:5, 419-429, DOI: 10.3109/13697137.2012.707385
(3) Luebberding, Stefanie & Krueger, Nils & Sadick, Neil. (2015). Cellulite: An Evidence-Based Review. American journal of clinical dermatology. 16. 10.1007/s40257-015-0129-5.
