Sie erwarten ein freudiges Ereignis – herzlichen Glückwunsch! Doch zwischen der Freude, bald Mutter zu werden, und den Sorgen um die körperlichen Veränderungen ist es manchmal ein schmaler Grat. Dabei hält die Natur wahre Schätze bereit, die Ihnen die Schwangerschaft erheblich erleichtern können. Natürliche Pflanzenöle können tatsächlich dabei helfen, einige der typischen Beschwerden dieser besonderen Zeit zu lindern. Hier sind einige Anregungen.
Warum Pflanzenöle in der Schwangerschaft bevorzugen?
Die Schwangerschaft ist ein Quell großer Freude, bringt aber auch kleine Unannehmlichkeiten mit sich. Der Körper durchläuft tiefgreifende Veränderungen, die sich mitunter in Beschwerden äußern. Die körperlichen Anforderungen einer Schwangerschaft können zu folgenden Problemen führen:
- Haut, die zu Dehnungsstreifen neigt, manchmal zu Trockenheit oder Hyperpigmentierung (wie Chloasma oder Linea nigra)
- Veränderung der Haarbeschaffenheit
- Erhöhte Muskelbelastung, vor allem im Rücken- und Beckenbodenbereich
Angesichts dieser Veränderungen greift man häufig zu kosmetischen Produkten – sowohl vorbeugend als auch zur Behandlung. Doch viele Kosmetika sind für Schwangere ungeeignet, da enthaltene Substanzen die Entwicklung des ungeborenen Kindes beeinträchtigen können. Die Verwendung von natürlichen Pflanzenölen, die durch Kaltpressung gewonnen werden und frei von schädlichen Zusätzen (Duftstoffe, Konservierungsmittel, Texturgeber, Mineralöle aus der Petrochemie) sind, wird daher ausdrücklich empfohlen.
Welches Pflanzenöl beugt Dehnungsstreifen vor?

Dehnungsstreifen – Hautläsionen, die durch eine zu schnelle und intensive Dehnung der Haut entstehen – sind ein häufiges Begleitphänomen der Schwangerschaft. Es wird geschätzt, dass 50 bis 70 % der Frauen während ihrer ersten Schwangerschaft davon betroffen sind. Dennoch sind sie kein unausweichliches Schicksal, besonders wenn frühzeitig vorgebeugt wird. Eine konsequente Hautpflege – vor allem an den gefährdeten Stellen wie Bauch, Brust, Hüften, Oberschenkel und Po – kann Schwangerschaftsstreifen wirksam vorbeugen.
Das tägliche bis zweimal tägliche Auftragen eines natürlichen Pflanzenöls kann eine entscheidende Rolle bei der Vorbeugung von Dehnungsstreifen spielen. Empfohlene Öle:
- Das Jojobaöl, dessen Zusammensetzung dem Hauttalg ähnelt (mit einem hohen Anteil an Gadoleinsäure), dringt leicht in die Haut ein und nährt sie in der Tiefe – ohne fettigen Rückstand. Es eignet sich besonders bei Trockenheit und/oder Dehydrierung.
- Das pflanzliche Sesamöl mit seinen nährenden und weichmachenden Eigenschaften eignet sich hervorragend für die Massage der dehnungsstreifengefährdeten Zonen. Seine einzigartige Zusammensetzung – 4 Fettsäuren, Mineralsalze darunter Selen sowie Lecithin – macht es zu einem wahren Schönheitselixier für die Haut.
- Unser Huile Anti-Vergetures Prévention, eine Kombination aus 6 natürlichen Pflanzenölen (Sesam, Avocado, Jojoba, Soja, Mandel und Sonnenblume), ist ein hochwirksamer Komplex aus Fettsäuren, der die empfindliche Haut der Schwangeren optimal versorgt.
Welches Pflanzenöl hilft bei bestehenden Dehnungsstreifen?

Wenn trotz regelmäßiger Pflege mit Pflanzenöl Dehnungsstreifen auftreten, ist noch nicht alles verloren! Je früher Sie die Streifen behandeln – also solange sie sich noch im entzündlichen Stadium befinden und rot oder violett sind –, desto größer sind die Chancen, dass sie verblassen. Die durch Massagen mit einem Öl gestärkte Dermis bildet neue elastische Stützfasern. Die Dehnungsstreifen heilen schneller ab und die Haut gewinnt rascher an Fülle zurück.
- Das Avocadoöl mit seiner sehr reichhaltigen Textur wirkt Wunder bei frischen Dehnungsstreifen. Die enthaltenen Sterole wirken entzündungshemmend und wundheilungsfördernd und beschleunigen die Hautregeneration.
- Das Weizenkeimöl ist zugleich weichmachend, regenerierend und schützend. Aufgrund seiner reichhaltigen Textur lässt es sich gut mit einem leichteren Öl kombinieren. Es eignet sich dennoch sehr gut für empfindliche Haut.
- Das Haselnussöl, bekannt für seine heilenden und antiseptischen Eigenschaften (weshalb es auch bei der Behandlung von Akne empfohlen wird!), eignet sich ebenfalls gut für die Pflege bestehender Dehnungsstreifen. Seine feine Textur zieht schnell ein, sodass es gut mit den beiden zuvor genannten Ölen kombiniert werden kann, um eine selbst gemischte Dehnungsstreifenpflege herzustellen.
Welches Pflanzenöl pflegt Haut und Haare?

Die Schwangerschaft bringt oft kleine Unannehmlichkeiten mit sich, auf die man gerne verzichten würde. Bestimmte Pflanzenöle können hier jedoch Abhilfe schaffen!
- Bei Hyperpigmentierung: Die hormonellen Veränderungen der Schwangerschaft können zu Pigmentveränderungen der Haut führen, wie dem Chloasma (Schwangerschaftsmaske) oder der Linea nigra (die dunkle Linie, die den Bauch der Schwangeren markiert). In diesen Fällen bieten sich zwei Alternativen an: das pflanzliche Hagebuttenöl oder das Lilienmazerat, die den Teint vereinheitlichen und die Haut beruhigen.
- Bei Schwangerschaftsakne: Hormonelle Schwankungen können die Beschaffenheit der Gesichtshaut verändern – mit der Folge von fettiger Haut oder sogar Akne. In diesen Fällen wirken Jojoba- und Haselnussöl, die bereits bei Dehnungsstreifen eingesetzt werden, wahre Wunder!
- Zur Haarpflege: In der Regel leiden die Haare nicht unter der Schwangerschaft – ganz im Gegenteil! Die in großen Mengen produzierten Östrogene verleihen ihnen Kraft und Glanz. Haarausfall oder stumpfes Haar treten eher nach der Geburt auf. Das ist jedoch kein Grund, die Haare nicht schon vorbeugend von Beginn der Schwangerschaft an zu pflegen! So eignen sich Piqui- und Yangupflanzenöl für lockiges Haar, Maracujaöl umhüllt feines Haar, Bockshornkleeöl regt das Haarwachstum an, und Paranussöl oder Karitéolein stärken alle Haartypen.
Welches Öl hilft bei schweren Beinen?

Eine weitere Begleiterscheinung der Schwangerschaft: das Gefühl von schweren Beinen. Auch hier sind die Hormone verantwortlich, die sich negativ auf die Venengesundheit auswirken. Kribbeln, Taubheitsgefühle und Schweregefühl in den Beinen sind in der Schwangerschaft keine Seltenheit. Doch es gibt Abhilfe!
- Das pflanzliche Calophyllumöl (Tamanuöl) ist ein absolutes Must-have für alle, die unter venös-lymphatischer Insuffizienz leiden. Dank seiner durchblutungsfördernden Wirkstoffe ist es ein sehr geschätzter Inhaltsstoff zur Anregung der Mikrozirkulation und zur Unterstützung des venösen Rückflusses.
- Das Distelöl, reich an Vitamin K, wird ebenfalls bei schweren Beinen empfohlen. Es regt die Flüssigkeitszirkulation an. Leicht und fein zieht es schnell in die Haut ein und lässt sich angenehm auftragen.
Welches Pflanzenöl eignet sich für die Dammassage?

Warum sollte man den Damm in der Schwangerschaft massieren? Weil er bei der Geburt stark beansprucht wird! Bestimmte Öle eignen sich besonders gut, um die Dammregion zu nähren und geschmeidig zu machen. Regelmäßige Massagen können dazu beitragen, dass die Geburt unter optimalen Bedingungen verläuft, die Beschwerden nach der Geburt geringer ausfallen und das Risiko von Dammrissen reduziert wird.
- Das Arnikamazerat: Arnika, eine wunderschöne gelbe Blüte, wird häufig zur Linderung von Entzündungen und zur Vorbeugung von Hämatomen eingesetzt. Das Arnikamazerat bereitet die Dammregion optimal auf die Geburt vor. Ab dem dritten Trimester regelmäßig anwenden.
- Das Johanniskrautmazerat ist ebenfalls sehr geeignet. Es ist ein kraftvolles Beruhigungsmittel, das von Sportlern häufig zur Linderung von Muskelschmerzen eingesetzt wird. Und eine Schwangerschaft ist wahrlich sportlich!
- Das pflanzliche Mandelöl ist ein echter Allrounder. Es eignet sich sowohl für die Pflege von Dehnungsstreifen als auch für die Dammassage. Darüber hinaus kann es nach der Geburt auch zur Behandlung von Milchschorf beim Baby verwendet werden!
- Das Nachtkerzenöl ist sehr geschmeidigmachend und beruhigend. Es fördert die Hautspannung und revitalisiert beanspruchte Haut. Es scheint daher ideal geeignet, um die Elastizität des Damms zu erhalten.
