Aloe Vera ist gerade in aller Munde: Die Pflanze begegnet uns überall und gilt als Star der Hautpflege. Doch hat Aloe Vera auch einen Platz in eurer Pflegeroutine gegen Schwangerschaftsstreifen? Wir haben es für euch unter die Lupe genommen: was diese Pflanze ist, was in ihrem Gel steckt, wie ihr es auf eure Schwangerschaftsstreifen auftragt und mit welcher Pflege ihr es ergänzen könnt.
Was ist Aloe Vera?
Aloe Vera ist eine Aloe-Art, eine mehrjährige Pflanze, die in warmen Regionen gedeiht. Ihre großen, immergrünen Blätter wachsen in dichten Rosetten und sind mit einem viskosen, sehr wasserreichen Gel gefüllt. Der gelbe Latex aus der oberen Blattschicht enthält Aloin, ein starkes Abführmittel, dessen Verwendung heute reguliert ist: Um ihn geht es hier nicht. Bei Schwangerschaftsstreifen ist vor allem das Aloe-Vera-Gel von Interesse: Es besitzt erweichende Eigenschaften, macht die Haut geschmeidiger und weicher – weshalb es in der Dermatologie und Kosmetologie weit verbreitet ist. Das Gel gibt es zwar auch in Kapsel- oder Getränkeform, bei Schwangerschaftsstreifen zählt jedoch die Anwendung auf der Haut.
Aloe Vera und Schwangerschaftsstreifen: Was spricht dafür?
Das Aloe-Vera-Blatt enthält eine Fülle an Nährstoffen (über 80!), darunter:
- Vitamine: A, B1, B2, B3, B6, B9, B12, C, E, Cholin. Einige dieser Vitamine werden in der Pflege von Schwangerschaftsstreifen besonders häufig hervorgehoben.
- Mineralien: Kalzium, Phosphor, Kalium, Eisen, Natrium, Mangan, Magnesium, Kupfer, Chrom und Zink … Aloe enthält insgesamt mehr als 20 Mineralien. Einige davon (Zink, Kupfer) werden häufig im Zusammenhang mit der Vorbeugung und Pflege von Schwangerschaftsstreifen genannt.
- Enzyme und weitere Inhaltsstoffe: Aloe Vera enthält Enzyme wie Bradykinase sowie Lignin.
- Aminosäuren: Aloe enthält 18 der 22 im Körper vorkommenden Aminosäuren.
- Zucker (Polysaccharide): Sie können große Mengen Wasser binden (feuchtigkeitsspendende Wirkung von Aloe Vera) und tragen zu einer geschmeidigen Haut bei.
Kein Wunder also, dass die Pflanze in der Kosmetologie und Dermatologie so beliebt ist. Doch kann sie auch in einer Routine gegen Schwangerschaftsstreifen ihren Platz finden? Absolut – und das aus mehreren Gründen:
- Aloe-Vera-Gel kann die Pflege frischer Schwangerschaftsstreifen begleiten (rote oder violette Streifen).
- Die erweichenden Eigenschaften der Pflanze machen die Haut geschmeidiger und weicher – ein echtes Plus, denn Schwangerschaftsstreifen entstehen, wenn die elastischen Fasern der Dermis reißen: Geschmeidige Haut fühlt sich angenehmer an.
- Das Gel sorgt für ein angenehm beruhigendes Hautgefühl – denn ja, es kommt vor, dass Schwangerschaftsstreifen jucken! Hält der Juckreiz an, holt ärztlichen Rat ein.
- Die Pflanze wirkt feuchtigkeitsspendend: ein wahrer Verbündeter gegen trockene Haut, die häufig mit Schwangerschaftsstreifen einhergeht. Zumal Streifen auf trockener, dehydrierter Haut deutlich sichtbarer sind.
- Das wasserreiche Gel trägt zu einer geschmeidigen und weichen Haut bei. Es hat daher seinen Platz in einer Routine zur Vorbeugung und Pflege von Schwangerschaftsstreifen.
Aloe Vera bei Schwangerschaftsstreifen: Vorher-Nachher – was dürft ihr erwarten?
Vorher-Nachher-Fotos und Versprechen, dass Dehnungsstreifen in wenigen Tagen verschwinden, solltet ihr mit Vorsicht betrachten: Keine Pflege lässt Schwangerschaftsstreifen verschwinden. Aloe-Vera-Gel ist in erster Linie eine feuchtigkeitsspendende, erweichende Pflege, die die Haut geschmeidiger und weicher macht.
Seht es als Wohlfühlritual, das ihr regelmäßig in eure Routine einbaut: sanft in die betroffene Stelle einmassiert und bei Bedarf kombiniert mit der weiter unten vorgestellten Pflege. In der Schwangerschaft oder wenn ihr unsicher seid, fragt eure Ärztin, euren Arzt oder eine andere medizinische Fachperson.
Wie trägt man Aloe Vera auf Schwangerschaftsstreifen auf?

Das Aloe-Vera-Gel kann pur, direkt auf die Haut aufgetragen und einmassiert werden. Seine wasserreiche Textur wird schnell absorbiert. Um reines Gel zu finden, gibt es 2 Möglichkeiten:
- Aloe-Vera-Blätter direkt kaufen – sie halten sich im Kühlschrank ein bis zwei Wochen
- Aloe-Gel kaufen und dabei Herkunft, Produktqualität (ggf. Bio-Zertifizierung) und Zusammensetzung prüfen (möglichst 100% reines Aloe-Vera-Gel)
Das Aloe-Vera-Gel kann auch mit einem natürlichen Pflanzenöl kombiniert werden, für eine nährendere Textur. Wählt euer Öl sorgfältig aus (100% pflanzlich, kaltgepresst) und greift zu Ölen, die häufig in der Pflege von Schwangerschaftsstreifen verwendet werden: Avocado, süße Mandel oder Jojoba.
Ihr könnt auch eine spezielle Körpermaske für Schwangerschaftsstreifen auf Aloe-Vera-Basis herstellen. Mischt zwei Esslöffel Gel mit einem Stück pürierter Gurke. Tragt die Mischung auf die betroffenen Stellen auf (Oberschenkel, Bauch, Brust, Hüften oder Po) und lasst sie 20 Minuten einwirken. Die Körpermaske spendet der Haut Feuchtigkeit und macht sie geschmeidig. Testet die Maske zuerst an einer kleinen Hautstelle und spült sie anschließend mit lauwarmem Wasser ab.
Reines Gel oder Aloe-Vera-Creme gegen Schwangerschaftsstreifen?
Wenn ihr statt reinem Gel lieber zu einer Creme oder einem anderen Pflegeprodukt mit Aloe Vera greift, werft einen genauen Blick auf die Inhaltsstoffliste: Prüft, welchen Stellenwert das Aloe-Vera-Gel darin tatsächlich hat, und achtet wie beim reinen Gel auf Herkunft und Qualität.
Alles Weitere ist Geschmackssache. Mögt ihr leichte Texturen, ist reines Gel, sanft einmassiert, genau das Richtige. Bevorzugt ihr es reichhaltiger, könnt ihr das Gel mit einem Pflanzenöl mischen oder mit einer Creme ergänzen, wie wir sie euch weiter unten vorstellen.
Welche ergänzenden Lösungen gibt es?
Wenn es um Körper- und Hautpflege geht, ist jede von uns anders. Manche bevorzugen Geltexturen, andere Öle. Manche schwören auf reichhaltige Pflegeprodukte, während andere es leichter mögen.
In jedem Fall könnt ihr eure Aloe-Vera-Pflege wunderbar durch eine Anti-Schwangerschaftsstreifen-Routine wie unsere ergänzen! Das Pflegeset für Haut mit Dehnungsstreifen besteht aus 6 Produkten, die eure Pflege mit Aloe-Vera-Gel begleiten.
Die komplette Dehnungsstreifen-Routine, von der Dusche bis zur Massage, während der Schwangerschaft und danach
- Nutzungshinweis
- Tipp
- Die Brosse Peau Neuve entfernt Unreinheiten und abgestorbene Hautzellen. Eine sanfte Peeling-Massage der betroffenen Stellen vorab bereitet die Haut auf das Aloe-Vera-Gel vor.
- Das Dehnungsstreifen-Öl Vorbeugung, eine Mischung aus 6 besonders reinen und nährenden natürlichen Pflanzenölen, kann abwechselnd mit dem Aloe-Vera-Gel verwendet werden. Mal Öl, mal Gel – so bringt ihr Abwechslung in eure Pflegeroutine, für besser genährte Haut!
- Die Crème Anti-Vergetures ist die perfekte Ergänzung zu eurer Aloe-Routine. Ihre samtige Textur und die natürlichen Extrakte aus Macadamiaöl und pflanzlicher Kakaobutter verwöhnen eure Haut – für eine geschmeidigere und weichere Haut!
- Das Serum spendet der Haut Feuchtigkeit und ergänzt die anderen Pflegeprodukte.
Häufige Fragen
Lässt Aloe Vera Schwangerschaftsstreifen verschwinden?
Nein: Keine Pflege lässt Schwangerschaftsstreifen verschwinden. Aloe-Vera-Gel spendet Feuchtigkeit und macht die Haut geschmeidiger und weicher, sodass sie sich angenehmer anfühlt. Frische, rote oder violette Dehnungsstreifen verblassen mit der Zeit oft, während weiße Streifen sichtbar bleiben. Bei sehr ausgeprägten Streifen kann euch eine Dermatologin oder ein Dermatologe die medizinischen Möglichkeiten erläutern.
Wie wende ich Aloe-Vera-Gel bei Schwangerschaftsstreifen an?
Tragt das Gel pur auf die gereinigte Haut auf und massiert es ein, bis es eingezogen ist. Ihr könnt es auch mit einem Pflanzenöl mischen, wenn ihr eine reichhaltigere Textur möchtet, oder zusammen mit pürierter Gurke als Maske verwenden, die ihr anschließend abspült. Regelmäßigkeit zählt dabei mehr als die Menge.
Darf ich Aloe Vera in der Schwangerschaft verwenden?
Auf der Haut angewendet, wird das Gel in der Regel gut vertragen: Testet es zuerst an einer kleinen Hautstelle. Aloe-Vera-Produkte zum Trinken oder in Kapselform solltet ihr dagegen nicht ohne ärztlichen Rat einnehmen. Wenn ihr unsicher seid, sprecht mit eurer Ärztin, eurem Arzt oder eurer Hebamme.
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