Der Natriumgehalt eines Mineralwassers in mg/L gibt an, wie viele Milligramm Natrium in einem Liter enthalten sind. Um zu berechnen, wie viel Natrium Sie aufnehmen, multiplizieren Sie diesen Wert mit der getrunkenen Menge in Litern. Ein Wasser mit 100 mg/L liefert somit 25 mg Natrium in einem Glas mit 250 ml und 50 mg in einer 500-ml-Flasche.
Mit dieser Rechnung lassen sich Mineralwässer anhand konkreter Mengen vergleichen. Weder Kohlensäure noch Flaschengröße noch die Gesamtmenge an Mineralstoffen ersetzen den Blick auf die Zeile „Natrium“.
Wo steht der Natriumgehalt auf dem Etikett?
Suchen Sie die Tabelle mit der Mineralstoffzusammensetzung, die sich meist auf der Rückseite oder an der Seite der Flasche befindet. Achten Sie auf die Zeile „Natrium“ oder „Na+“ und prüfen Sie die angegebene Einheit, meist mg/L.
Die übrigen Zeilen beziehen sich auf andere Bestandteile: Calcium, Magnesium, Hydrogencarbonate, Chloride … Ihre Werte sind nicht austauschbar. Ein hoher Calciumgehalt sagt nichts über den Natriumgehalt aus.
Natrium nicht mit der Gesamtmineralisierung verwechseln
Der „Trockenrückstand“ ist ein Hinweis auf die gesamte Mineralisierung, nicht auf die Natriummenge. Sie können ihn daher nicht verwenden, um Ihre Natriumaufnahme zu berechnen. Dasselbe gilt für Hydrogencarbonate: Lesen Sie direkt die gesuchte Zeile ab, statt ihren Wert aus einer anderen Zahl abzuleiten.
Wenn Sie zwei Flaschen vergleichen, notieren Sie den Natriumgehalt in derselben Einheit. Ein Wert pro Liter lässt sich nicht direkt mit einer für ein Glas berechneten Menge vergleichen.
Natrium für ein Glas oder eine Flasche berechnen
Die Formel passt in eine Zeile:
Aufgenommenes Natrium in mg = Natrium in mg/L × getrunkene Menge in Litern.
Rechnen Sie die Trinkmenge zuerst um: 250 ml entsprechen 0,25 L, 500 ml entsprechen 0,5 L und 750 ml entsprechen 0,75 L. Wenn Sie eine 1,5-Liter-Flasche vollständig trinken, multiplizieren Sie den angegebenen Gehalt einfach mit 1,5.
Drei fiktive Beispiele zeigen die Unterschiede
Die folgenden Wässer A, B und C dienen als Rechenbeispiele. Es handelt sich weder um Marken noch um offizielle Kategorien.
| Fiktives Wasser | Angegebener Natriumgehalt | Glas mit 250 ml | Flasche mit 500 ml | Trinkmenge von 1,5 L |
|---|---|---|---|---|
| Wasser A | 10 mg/L | 2,5 mg | 5 mg | 15 mg |
| Wasser B | 100 mg/L | 25 mg | 50 mg | 150 mg |
| Wasser C | 1.000 mg/L | 250 mg | 500 mg | 1.500 mg |
Bei gleicher Trinkmenge liefert Wasser C in diesem Beispiel hundertmal mehr Natrium als Wasser A. Für Ihre tägliche Natriumaufnahme zählt neben dem Gehalt aber auch die tatsächlich getrunkene Menge.
Wenn Sie mehrere Wässer trinken
Berechnen Sie jeden Beitrag einzeln und addieren Sie anschließend die Ergebnisse. 500 ml von Wasser B liefern zum Beispiel 50 mg, 250 ml von Wasser C dagegen 250 mg. Für diese beiden Getränke ergibt sich somit eine Gesamtmenge von 300 mg Natrium.
Sie können die Trinkmengen zur Orientierung notieren; nötig ist das nicht. Die Mengen in der Tabelle sind Rechenbeispiele und keine empfohlenen Trinkmengen. Allgemeine Hinweise zu Trinkgewohnheiten finden Sie in unserem Artikel über die Versorgung des Körpers mit Flüssigkeit im Alltag.
Natrium und Salz: Wie rechnen Sie die Mengen um?
Natrium und Salz bezeichnen nicht dasselbe. Tafelsalz enthält unter anderem Natrium und Chlorid; in einem Mineralwasser kann Natrium mit verschiedenen Bestandteilen verbunden sein. Die Angabe als „Salzäquivalent“ ermöglicht den Vergleich mit den Nährwertangaben von Lebensmitteln.
Salzäquivalent in Gramm = Natrium in Milligramm × 2,5 ÷ 1.000.
Die 50 mg Natrium aus 500 ml Wasser B entsprechen somit 0,125 g Salzäquivalent. Die 500 mg aus 500 ml Wasser C entsprechen 1,25 g.
Das bedeutet nicht, dass diese Menge Tafelsalz in die Flasche gegeben wurde. Es handelt sich um eine Nährwertumrechnung. Unser Artikel über Salz in der Ernährung geht ausführlicher auf dieses Thema ein.
Wie ordnen Sie den Wert in Ihre tägliche Natriumaufnahme ein?
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Erwachsenen, weniger als 2.000 mg Natrium pro Tag aufzunehmen, also weniger als 5 g Salz. Dieser Richtwert bezieht sich auf die gesamte Aufnahme: Lebensmittel, Würzmittel, zugesetztes Salz und Getränke – nicht nur auf Wasser.
In unseren Beispielen entsprechen 500 ml Wasser B 2,5 % des Richtwerts von 2.000 mg, während dieselbe Menge Wasser C 25 % ausmacht. Diese Prozentsätze zeigen den jeweiligen Beitrag, sind aber kein Zielwert, den Sie erreichen müssen.
Die WHO weist darauf hin, dass ein Überschuss an Natrium unter anderem mit einem Anstieg des Blutdrucks verbunden ist. Sie betont außerdem die Rolle verarbeiteter Lebensmittel und von Würzmitteln bei der Natriumaufnahme. Ein natriumärmeres Wasser kann daher einen Teil der Aufnahme reduzieren, ersetzt aber nicht den Blick auf die Mahlzeiten.
Das französische Original empfiehlt zur Mahlzeitenplanung den Guide Minceur — 110 recettes. Der französische Ratgeber ist ein PDF zum Herunterladen mit Rezepten für verschiedene Mahlzeiten und Anlässe sowie individuell anpassbaren Programmen. Der Link führt zur französischen Referenz und stellt kein Angebot für den deutschen Markt dar. Der Ratgeber kann die Planung unterstützen, garantiert aber keine salzarmen Rezepte: Prüfen Sie die Zutaten, bevor Sie Rezepte an Ihr Ziel anpassen.
Kohlensäure verrät nichts über den Natriumgehalt
Ein Mineralwasser mit Kohlensäure ist nicht automatisch natriumreich, und stilles Wasser enthält nicht automatisch wenig Natrium. Vergleichen Sie für dieses Kriterium die Angaben zur Zusammensetzung, statt sich am Sprudeln im Glas zu orientieren.
Danach können Sie nach Geschmack und Verträglichkeit wählen. Unser Artikel über verschiedene Möglichkeiten, Wasser zu trinken geht auf diese Vorlieben ein. Wenn Sie aromatisiertes Wasser mögen, bieten Ideen für selbst gemachte Getränke mit abwechslungsreichen Geschmacksrichtungen weitere Möglichkeiten: Früchte oder Kräuter entfernen das Natrium nicht aus dem verwendeten Wasser.
Häufige Fragen
Lässt ein natriumärmeres Wasser Schwellungen zurückgehen?
Es kann Ihre Natriumaufnahme verringern, wenn es ein Wasser mit höherem Natriumgehalt ersetzt. Das garantiert jedoch weder einen Rückgang von Schwellungen noch eine Gewichtsabnahme. Der NHS weist darauf hin, dass Schwellungen verschiedene Ursachen haben können. Eine plötzlich auftretende, schmerzhafte oder unerklärliche Schwellung nur eines Beins muss rasch ärztlich abgeklärt werden. Bei Atemnot oder Brustschmerzen rufen Sie sofort die 112 an.
Wie lassen sich zwei Flaschen im Geschäft schnell vergleichen?
Suchen Sie nach „Natrium“, prüfen Sie die Angabe in mg/L und vergleichen Sie die Werte. Um die Natriummenge für eine 500-ml-Flasche zu berechnen, halbieren Sie den angegebenen Wert. Für ein Glas mit 250 ml teilen Sie ihn durch vier.
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