Planen Sie auf langen Auto- oder Zugfahrten Gelegenheiten zum Gehen ein, halten Sie Wasser griffbereit und tragen Sie bequeme Kleidung. Wenn Sie selbst fahren, bewegen Sie Ihre Beine nur in den Pausen, sobald das Auto geparkt ist. Im Zug können Sie aufstehen, wenn Sie sich sicher bewegen können. Es geht darum, langes Stillsitzen zu unterbrechen – nicht darum, die Reise zur Sporteinheit zu machen.
Pausen und Bewegung können die Fahrt angenehmer machen. Eine neu auftretende Schwellung sollten Sie allerdings nicht einfach als schwere Beine abtun: Manche Anzeichen müssen rasch ärztlich abgeklärt werden.
Vor der Abfahrt: Zeit und Platz für Bewegung einplanen
Der NHS nennt in seinem Informationsblatt zur tiefen Venenthrombose Auto- und Zugreisen von mehr als vier Stunden als Situationen, die das Thromboserisiko erhöhen können. Nicht jedes Schweregefühl in den Beinen bedeutet eine Thrombose. Langes unbewegliches Sitzen verdient dennoch Aufmerksamkeit.
Wählen Sie locker sitzende Kleidung und bequeme Schuhe, die Ihre Füße nicht einengen. Lassen Sie den Fußraum frei und halten Sie eine Wasserflasche griffbereit. Wenn Sie bereits eine Thrombose hatten, kürzlich operiert wurden, schwanger sind oder andere Risikofaktoren haben, lassen Sie sich vor der Abreise beraten.
Im Auto: Nicht nur die reine Fahrzeit berechnen
Suchen Sie vorab mehrere mögliche Rastplätze heraus und berücksichtigen Sie die Pausen bei Ihrer geplanten Ankunftszeit. So haben Sie eine Alternative, wenn ein Rastplatz geschlossen oder überfüllt ist, und fühlen sich nicht gezwungen, lange weiterzufahren.
Der NHS empfiehlt, etwa jede Stunde aufzustehen und sich zu bewegen, um längere Phasen ohne Bewegung zu vermeiden. Überlegen Sie deshalb frühzeitig, wo Sie sicher anhalten können. Diese zeitliche Orientierung ist niemals ein Grund für ein überstürztes Fahrmanöver oder dafür, auf dem Standstreifen anzuhalten, um zu gehen.
Im Zug: Das Aufstehen leichter machen
Wenn Sie Ihren Platz wählen können, erleichtert ein Gangplatz das Aufstehen. Verstauen Sie Ihr Gepäck in den dafür vorgesehenen Bereichen, damit der Gang frei bleibt. Prüfen Sie vor dem Lesen oder einem Film, ob Ihre Füße etwas Platz zum Bewegen haben.
Unterwegs: Die Bewegung an Ihre Situation anpassen
Ob am Steuer, als Mitfahrer oder im Zug: Bewegen Sie sich nur so, wie es sicher möglich ist.
| Ihre Situation | Das können Sie tun | Darauf sollten Sie achten |
|---|---|---|
| Sie fahren selbst | In den Pausen aussteigen und gehen, sobald das Auto geparkt ist. | Während der Fahrt die volle Aufmerksamkeit auf den Verkehr richten und die Füße für die Pedale bereithalten. |
| Sie fahren im Auto mit | Die Fußgelenke sanft bewegen und bei Zwischenstopps gehen. | Angeschnallt und korrekt sitzen bleiben. Die Füße nicht auf das Armaturenbrett legen. |
| Sie reisen im Zug | Kurze Strecken gehen, wenn der Gang frei ist. | Warten, wenn starke Ruckbewegungen oder ein voller Gang das Gehen erschweren. |
Am Rastplatz: Vor dem Fahrerwechsel aussteigen
Wer die ganze Pause auf einem Stuhl im Café verbringt, bewegt sich kaum. Nutzen Sie nach dem Einparken die Fußwege für einen ruhigen Spaziergang, mit Abstand zu rangierenden Fahrzeugen.
Wenn Sie sich beim Fahren abwechseln, tauschen Sie nicht einfach nur die Sitze: Nehmen Sie sich beide Zeit zum Aussteigen. Richten Sie die Pause nach Ihrer Beweglichkeit und Müdigkeit aus. Eine bestimmte Strecke oder Leistung müssen Sie dabei nicht erreichen.
Im Zug: Gehen, wenn der Weg frei und sicher ist
Stehen Sie langsam auf, nutzen Sie vorhandene Haltemöglichkeiten und wählen Sie einen Moment, in dem der Gang frei ist. Wenn der Servicewagen vorbeikommt oder der Zug stark ruckelt, bleiben Sie auf Ihrem Platz und versuchen Sie es später erneut.
Im Sitzen können Sie die Fußspitzen sanft anheben und wieder senken, danach die Fersen. Erzwingen Sie die Bewegung nicht. Ameli empfiehlt Reisenden zur Vorbeugung unter anderem das Beugen und Strecken der Fußgelenke. Unsere Übungen bei schweren Beinen zeigen weitere Bewegungen für die Zeit außerhalb der Fahrt.
Trinken und Kompression: Was Sie vorher klären sollten
Ameli bezieht seine Empfehlungen auch auf lange Autofahrten: Trinken Sie regelmäßig alkoholfreie Getränke und trinken Sie nicht absichtlich weniger, nur um Toilettenpausen zu vermeiden. Auch der NHS empfiehlt Wasser und rät dazu, auf langen Reisen auf Alkohol zu verzichten. Wenn Ihnen eine begrenzte Trinkmenge verordnet wurde, halten Sie sich weiterhin an diese Vorgaben.
Ameli weist darauf hin, dass Größe und Kompressionsstärke zu Ihrer persönlichen Situation passen müssen. Sehr enge gewöhnliche Socken ersetzen keine medizinische Kompression. Wenn Sie bereits Kompressionsstrümpfe tragen, befolgen Sie die erhaltenen Empfehlungen. Andernfalls lassen Sie sich beraten, bevor Sie ein Modell für die Reise auswählen.
Nach der Ankunft: Sanft bewegen, dann die Haut pflegen
Wenn Sie sich gut fühlen, verbringen Sie nach der Ankunft nicht gleich wieder mehrere Stunden auf dem Sofa. Ein kurzer, ruhiger Spaziergang kann die Bewegungspausen der Reise ergänzen. Beim Ausruhen können Sie Ihre Beine auf einer bequemen Unterlage hochlegen. Das Hochlagern gehört zu den Empfehlungen des NHS bei geschwollenen Knöcheln und Beinen.
Der französische Originalartikel nennt als Pflegebeispiel die Crème Hydratante Monoï; die verlinkte Produktbeschreibung stammt aus dem französischen Shop. Wenn die Haut nach dem Duschen spannt, beschreibt das Original eine Anwendung auf sauberer, trockener Haut mit kreisenden Bewegungen. Laut französischer Produktbeschreibung ist die Creme für die tägliche Anwendung am ganzen Körper vorgesehen und zieht schnell ein.
Diese Pflege spendet der Haut Feuchtigkeit und nährt sie. Sie wirkt nicht auf die Durchblutung, Ödeme oder Thrombosen. Sie ist Erwachsenen vorbehalten, darf nicht in die Augen gelangen und muss vor Wärme und Licht geschützt aufbewahrt werden – auch während der Reise. Ihr Monoï-Duft kann für empfindliche, schnell reagierende Haut ungeeignet sein. Weitere Tipps finden Sie in unserem Beitrag zur Feuchtigkeitspflege für den Körper.
Diese Anzeichen sollten Sie nicht einfach auf die Fahrt schieben
Eine unerklärliche Schwellung nur eines Beins, ungewöhnliche Schmerzen oder eine gerötete beziehungsweise warme Stelle müssen dringend ärztlich abgeklärt werden. Massieren Sie diese Stelle nicht und versuchen Sie nicht, die Beschwerden mit Übungen zum Verschwinden zu bringen.
Bei Atemnot oder Brustschmerzen, insbesondere zusammen mit einem schmerzenden oder geschwollenen Bein, rufen Sie die 112 an; in Frankreich ist auch die 15 eine Notrufnummer. Fahren Sie nicht selbst. Diese Warnzeichen sind in den oben verlinkten Informationsblättern des NHS beschrieben.
Wenn beide Beine mehrere Tage geschwollen bleiben oder die Schwellung zunimmt, suchen Sie ärztlichen Rat. Bei wiederkehrenden Beschwerden im Alltag finden Sie ergänzende Informationen in unserem Ratgeber zu schweren Beinen.
FAQ: Häufige Fragen vor einer langen Fahrt
Wie oft sollte ich bei einer Autofahrt eine Pause einplanen?
Orientieren Sie sich an der Empfehlung des NHS, sich etwa jede Stunde zu bewegen. Suchen Sie Rastplätze im Voraus heraus und wählen Sie immer einen sicheren Halt, statt erst bei deutlichen Beschwerden eine Pause zu machen.
Was kann ich tun, wenn der Gang im Zug nicht begehbar ist?
Bleiben Sie auf Ihrem Platz, bewegen Sie Ihre Fußgelenke sanft, sofern sich das angenehm anfühlt, und warten Sie, bis der Gang wieder frei ist. Steigen Sie bei einem kurzen Halt nicht nur zum Gehen aus: Sie könnten die Abfahrt verpassen.
Brauche ich für fünf Stunden Autofahrt Kompressionsstrümpfe?
Die Fahrtdauer allein entscheidet nicht darüber. Auch Ihre persönliche Situation und Ihre Krankengeschichte spielen eine Rolle. Lassen Sie sich beraten, ob Kompression für Sie sinnvoll ist und welche Ausführung zu Ihnen passt.
-27%Ihre Tasse für den Abend, zehn getrocknete Pflanzen
- Die Pfefferminze trägt zu den Verdauungsfunktionen bei, und der grüne Anis hilft, die Verdauung zu unterstützen
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