Parfum verleiht einem Kosmetikprodukt seinen Duft; ein Wirkstoff wird wegen einer bestimmten Pflegefunktion hervorgehoben. Ein angenehmer Duft beweist daher nicht, dass ein Produkt Feuchtigkeit spendet oder nährt. Bei der Crème Hydratante Monoï bezeichnet Monoï den Duft: In der Zutatenliste steht PARFUM, ein Monoï-Öl ist jedoch nicht aufgeführt.
Bei der Auswahl einer Körperpflege lohnt es sich, zwei Kriterien getrennt zu betrachten: Gefällt Ihnen der Duft, und welche Funktion soll die Formulierung erfüllen? Beide Aspekte ergänzen sich, ersetzen einander aber nicht.
Parfum begleitet die Pflege, erklärt aber nicht ihre Wirkung
Ein Duft kann das Auftragen angenehmer machen. Er gehört ebenso zum Produkterlebnis wie die Textur oder das Hautgefühl nach der Anwendung. Vielleicht mögen Sie einen sonnigen, warmen Duft, bevorzugen eine dezente Note oder suchen gezielt eine parfümfreie Pflege – je nach Ihren persönlichen Vorlieben.
Der Begriff „Wirkstoff“ bezeichnet in der Regel einen Inhaltsstoff, der wegen einer bestimmten Pflegeeigenschaft ausgewählt und hervorgehoben wird. Wenn Sie diesen Begriff genauer verstehen möchten, lesen Sie unseren Beitrag über die Rolle eines kosmetischen Wirkstoffs. Der wichtigste Merksatz ist einfach: Der Duft eines Inhaltsstoffs beweist weder seine Anwesenheit noch seine Wirkung in der Formulierung.
| Was Sie beobachten | Was es Ihnen sagt |
|---|---|
| Ein Monoï-Duft | Eine olfaktorische Identität, nicht unbedingt das Vorhandensein von Monoï-Öl. |
| Die Angabe PARFUM | Das Vorhandensein einer Duftkomposition, ohne dass allein unter diesem Begriff die vollständige Zusammensetzung genannt wird. |
| Ein eindeutig benannter Pflege-Inhaltsstoff | Sein Vorhandensein in der Formulierung; seine Wirkung im Produkt lässt sich nicht aus seinem Duft ableiten. |
| Eine angenehme Textur | Eine sensorische Eigenschaft, die sich von Duft und Pflegefunktionen unterscheidet. |
PARFUM in dieser Creme: Was die Angabe bedeutet
Artikel 19 der europäischen Kosmetikverordnung sieht vor, dass Duft- und Aromakompositionen sowie ihre Ausgangsstoffe mit den Begriffen „Parfum“ oder „Aroma“ bezeichnet werden. Bestimmte Stoffe müssen außerdem gesondert angegeben werden, wenn die gesetzlichen Vorgaben dies verlangen.

Der Saugnapf, der die Manuelle Massage imitiert, 3 Minuten pro Zone
- Die Geste der Profis, zu Hause : Sie saugen, schieben und lassen los, und der Saugnapf greift die Hautfalte wie eine manuelle Massage
- Weicher Silikon, der sich an Oberschenkel, Po, Bauch und Arme anpasst
- 3 Minuten pro Zone, täglich, immer mit einem Massageöl, damit der Saugnapf gleiten kann
PARFUM ist daher nicht die Bezeichnung eines bestimmten Pflanzenöls. Allein diese Angabe verrät nicht, wie ein Duft aufgebaut wurde, und erlaubt auch nicht, daraus eine pflegende oder nährende Eigenschaft abzuleiten.
Monoï: In dieser Formulierung ein Duft, kein Öl
Die Herstellerseite der Crème Hydratante Monoï beschreibt sie als Körpercreme mit Monoï-Duft. In der Zutatenliste werden unter anderem Sonnenblumenöl, Süßmandelöl, Kamillenextrakt und PARFUM genannt. Monoï-Öl ist dort nicht aufgeführt.
„Monoï“ ist bei diesem Produkt daher als Duftangabe zu verstehen und nicht als Hinweis auf einen ölhaltigen Inhaltsstoff. Wenn Sie die Duftdimension von den enthaltenen Lipiden unterscheiden möchten, geht unser Beitrag über pflanzliche Öle in der Körperpflege auf diese andere Inhaltsstoffgruppe ein.
Unterschiedliche Aufgaben innerhalb derselben Pflege
Cellublue beschreibt Süßmandelöl als Inhaltsstoff, der dazu beiträgt, die Haut geschmeidig zu halten, und Kamillenextrakt als Beitrag zu ihrer Geschmeidigkeit. Vitamin E wird von der Marke eine Schutzfunktion für die Formulierung vor Oxidation zugeschrieben. Diese Beschreibungen stammen vom Hersteller; sie sind nicht dem Monoï-Duft zuzuschreiben.
Diese Unterscheidung verhindert auch, dass jeder Inhaltsstoff als „Wirkstoff für die Haut“ betrachtet wird. Manche Bestandteile tragen zur Konservierung oder Stabilität des Produkts bei, andere verbessern das Anwendungserlebnis.
Pflege auswählen, ohne Duft, Textur und Funktion zu verwechseln
Beginnen Sie mit Ihrem persönlichen Bedarf: Suchen Sie eine Körperpflege, die als feuchtigkeitsspendend beschrieben wird, ein bestimmtes Hautgefühl oder vor allem einen Duft, der Ihnen gefällt? Prüfen Sie diese Kriterien anschließend getrennt voneinander.
- Für die Pflegefunktion: Lesen Sie die Angaben zum Produkt und achten Sie auf die Inhaltsstoffe, die der Hersteller mit dieser Funktion in Verbindung bringt.
- Für den Duft: Orientieren Sie sich an Ihren olfaktorischen Vorlieben, ohne daraus auf die Wirksamkeit zu schließen.
- Für die Textur: Betrachten Sie, wie leicht sich die Pflege verteilen lässt und welches Finish sie auf der Haut hinterlässt – unabhängig vom Duft.
Die Produktbeschreibung dieser Creme nennt eine zartschmelzende Textur, die schnell einzieht und kein fettiges Gefühl hinterlässt. Das ist eine von der Marke angegebene Produkteigenschaft und unterscheidet sich von der Duftnote. Wenn Sie eher zwischen dem Hautgefühl einer Creme und dem eines Öls schwanken, behandelt unser Beitrag über die Textur eines Trockenöls dieses andere Auswahlkriterium.
Häufige Fragen
Bedeutet ein stärkerer Duft, dass mehr Wirkstoffe enthalten sind?
Nein. Die wahrgenommene Intensität eines Dufts sagt nichts über die Menge der pflegenden Inhaltsstoffe oder ihre Wirkung aus.
Kann man anhand von PARFUM die Herkunft des Dufts erkennen?
Nicht allein anhand dieser Angabe. Der Begriff bezeichnet die Duftkomposition, ohne unter diesem Begriff die Herkunft jedes einzelnen Ausgangsstoffs aufzuschlüsseln.
Quellen: Cellublue-Herstellerseite und Artikel 19 der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009, abgerufen am 2. Oktober 2026.

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